Film-Tipp des Tages: P.S. Ich liebe Dich

Der gross gewachsene Ire Gerard Butler spielt den unsterblichen Traummann an der Seite von Oscar-Gewinnerin Hilary Swank in der herzergreifenden Romanze nach dem gleichnamigen Bestseller der jungen irischen Autorin Cecilia Ahern.

Eine Frau liest im Freien einen Brief.

Bildlegende: Schicksalhafte Begegnung: Hilary Swank als Holly, Gerard Butler als Gerry. SRF/Cupid Distribution, LLC

Mit 19 verliebt - und mit 29 immer noch mit dem Mann zusammen, der ihr alles bedeutet. Holly Kennedy (Hilary Swank) hat das Glück anscheinend für sich gepachtet. Sie ist schön, klug und glücklich verheiratet mit diesem attraktiven, leidenschaftlichen und wahnsinnig witzigen Iren namens Gerry (Gerard Butler) - ein Mann, von dem jede Frau träumt, einer, mit dem sich Holly zwar stundenlang über die Nichtigkeiten des Alltags streiten, mit dem sie sich aber auch immer wieder leidenschaftlich versöhnen kann.

Liebe nach dem Tod

Und dann geschieht das Unfassbare: Gerry stirbt - gerade einmal 35 - an einem Gehirntumor. Holly ist untröstlich. Sie vergräbt sich in ihrer Wohnung, und weder ihre Mutter (Kathy Bates) noch ihre Freundinnen Denise (Lisa Kudrow) und Sharon (Gina Gershon) schaffen es, sie aus ihrer selbst gewählten Isolation herauszuholen.

Es ist Gerry selbst, dem es schliesslich gelingt, Holly aus ihrer Trauer heraus zurück ins Leben zu führen. Zu ihrem 30. Geburtstag erhält Holly nämlich den ersten einer Reihe von Briefen, die Gerry vor seinem Tod geschrieben hat. In jedem dieser Briefe stellt er ihr eine Aufgabe.

Zuerst ist es nur die Aufforderung, ihren Geburtstag richtig zu feiern, später eine Anweisung, bestimmte Dinge anzuschaffen, mit Freunden auszugehen. Auch wenn diese Botschaften in Holly schmerzliche Erinnerungen wecken, werden sie ihr zum Wegweiser in ein neues Leben. Als die US-Amerikanerin nach einem Jahr - dem Wunsch Gerrys folgend - in dessen Heimat Irland reist, ist sie bereit für einen Neuanfang.

Gelungenes Erstlingswerk

«P.S. I Love You» ist das Erstlingswerk von Cecilia Ahern, der Tochter des früheren irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern. Der Roman wurde zum internationalen Bestseller, in 20 Sprachen übersetzt und in über 40 Ländern veröffentlicht. Richard LaGravenese, Drehbuchautor von Erfolgen wie «The Bridges of Madison County» und «The Horse Whisperer», hat hier seine Adaption des Romans gleich selbst inszeniert.

In Hilary Swank und Gerard Butler hat er ein Traumpaar gefunden. Butler darf hier für einmal ein wirklich sympathischer Frauenversteher sein, fernab der Grobschlächtigkeit, die er in Komödien vom Schlag «The Ugly Truth» und «The Bounty Hunter» an den Tag legen muss.

Charme – oder doch lieber physische Vorzüge?

Schade, dass der gut gebaute Ire seit «300» seinen umwerfenden Charme oft zugunsten seiner physischen Vorzüge zurückstellen muss. Oscar-Preisträgerin Hilary Swank, hier in einer Rolle, die auch Julia Roberts gut stehen würde, hat mit LaGravenese übrigens im gleichen Jahr das Politdrama «Freedom Writers» gedreht.

Mit Jeffrey Dean Morgan taucht ein weiteres, inzwischen sehr bekanntes Gesicht in dem Film auf. Der charismatische US-Amerikaner eroberte als todkranker Patient in «Grey's Anatomy» das Herz von Izzie und jene des Publikums.

Sendeplatz

Donnerstag um 20:00 Uhr auf SRF zwei.