Film-Tipp des Tages: Salecina

Von der Weltrevolution zur Alpenpension? 1971 gründete der Zürcher Buchhändler Theo Pinkus mit seiner Frau Amalie Pinkus-De Sassi auf dem Malojapass das Ferien- und Begegnungszentrum Salecina. Es wurde zum soziokulturellen, politischen Mekka der linken Intelligenzia.

Herbert Marcuse, Max Frisch und Theo Pinkus im Jahre 1976.

Bildlegende: Herbert Marcuse, Max Frisch und Theo Pinkus im Jahre 1976. SRF

Der Film gibt Einblicke in das vom Establishment scharf beobachtete «widerständische Nest», das sogar in die Nähe terroristischen Gedankenguts gerückt wurde. Zitate von Gründungsmitgliedern spiegeln die Ursprungszeit; Gespräche mit zeitgenössischen Salecina-Aktivisten schlagen den Bogen zur Gegenwart. Und die facettenreiche Tour d'horizon durch die Chronik der alpinen Denkschmiede macht auch den sich wandelnden Zeitgeist seit der 1968er-Ära sichtbar - und ist darüber hinaus eine zärtlich-emotionale, (selbst)ironische Hommage an bewegte Frauen und Männer aus drei Generationen, die auf 1800 Metern über Meer Utopien für eine gerechtere Welt entwickelten und entwickeln.

Sendeplatz

Mittwochnacht, 00:05 Uhr auf SRF 1.

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