Film-Tipp des Tages: Spider-Man

Neben spektakulären Action-Sequenzen hat sich Regisseur Sam Raimi in der Verfilmung des Kultcomics «Spider-Man» auch auf die menschliche Seite des Superhelden konzentriert. Kassenschlager mit Tobey Maguire, Kirsten Dunst und Willem Dafoe.

Ein Mann in einem Kobold-Kostüm packt einen Mann in einem roten Kostüm von hinten.

Bildlegende: Kampf hoch in den Lüften: Tobey Maguire als Peter Parker/Spider-Man, Willem Dafoe als Norman Osborn/Green Goblin. SRF/Columbia Pictures Industries, Inc.

Der schüchterne Bücherwurm Peter Parker (Tobey Maguiere) gilt als Aussenseiter an der New Yorker High School. Er schwärmt für die hübsche Mary Jane (Kirsten Dunst), würde sich aber nie getrauen, sie anzusprechen. Doch dann wird Peter bei einem Schulausflug von einer genetisch manipulierten Spinne gebissen, und seine körperlichen Fähigkeiten verändern sich über Nacht.

Er wird stärker, und seine Sinne schärfen sich. Dann bemerkt er, dass er in der Lage ist, Netzflüssigkeit abzusondern: Peter hat die Kräfte einer Spinne und kann nicht nur die steilsten Wände hochklettern, sondern sich mithilfe der Spinnenfäden auch durch die Strassenschluchten von New York schwingen.

Grosse Macht bringt grosse Verantwortung

Nachdem er seine neuen Fähigkeiten mehr oder weniger unter Kontrolle bringen konnte, nimmt er an einem Wrestling-Match teil, um mit dem Preisgeld einen Wagen zu kaufen, mit dem er Mary Jane zu beeindrucken hofft. Erst mit dem Tod seines Onkels wird ihm klar, dass er als Superheld Verantwortung für die Allgemeinheit trägt. Als Spider-Man widmet er seine Kräfte von nun an dem Kampf gegen Verbrecher. Ausgerechnet der Grossindustrielle Norman Osborn (Willem Dafoe), der Vater von Peters Zimmergenossen Harry (James Franco), wird zu seinem grössten Gegner. Nach einem missglückten Experiment hat sich Osborn nämlich in den zerstörungswütigen Grünen Kobold verwandelt.

Streit um die Spider-Man-Rechte

Die Studios hatten sich jahrelang um die Rechte an den kultigen Marvel-Comics «Spider-Man» gestritten. Schliesslich konnte Sam Raimi das Projekt doch in Angriff nehmen, und die Verfilmung wurde zum gigantischen Kassenschlager. Der Horrorfilmexperte («Oz the Great and Powerful») und bekennende Comic-Fan Raimi sowie sein Drehbuchautor David Koepp haben sich dabei nicht nur auf spektakuläre Action-Sequenzen verlassen, sondern sich auch auf die psychologische Entwicklung des Superhelden konzentriert.

Spider-Man mit psychologischer Tiefe

Die Verwandlung vom schüchternen Peter Parker in Spider-Man ist nicht nur äusserst witzig inszeniert, sondern auch sehr rührend, denn der Schulbub muss erst einmal erwachsen werden. Raimi setzte Tobey Maguire, davor eher durch sensiblere Rollen wie in «The Ice Storm» oder in «The Cider House Rules» bekannt, gegen den Wunsch des Studios als Hauptdarsteller durch. Und Maguire spielt die Rolle zwischen Normalo und Held grandios.

Sendeplatz

Samstag um 21:15 Uhr auf SRF zwei.