Film-Tipp des Tages: Spurlos

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, die auf einer Lüge basiert, wird Etienne von seiner Vergangenheit eingeholt. Fintenreicher Psychothriller mit Benoît Magimel und Léa Seydoux.

Ein Mann sitzt in einem Cafe und schreibt Notizen.

Bildlegende: Späte Einsicht. SRF/Wild Bunch

Étienne Meunier (Benoît Magimel) ist ein erfolgreicher Manager und steht kurz davor, als Direktor die Leitung der Firma seines Arbeitgebers zu übernehmen. Verheiratet mit der schönen Clemence (Julie Gayet) lebt er scheinbar ein sorgenfreies und luxuriöses Leben. Allerdings ist der Erfolg ergaunert und sein Glück auf dem Unglück eines anderen gebaut.

Schmerzlich daran erinnert wird Étienne, als er eines Tages auf seinen alten Schulfreund Patrick (François-Xavier Demaison) trifft, dem er unvermittelt beichtet, dass all sein Luxus auf einer gestohlenen Formel basiert, die er dem Erfinder vor Jahren abgestaubt hatte. Patrick drängt darauf, dass sich Étienne seiner Vergangenheit stellt, zusammen mit ihm das Opfer aufsucht und den Mann um Vergebung bittet.

Nächtliche Katastrophe

Der nächtliche Besuch gerät dann aber zur Katastrophe, als Patrick den alten Mann in Notwehr erschlägt, als dieser nach Étiennes Geständnis und einem Entschädigungsangebot auf den Manager losgeht. Étienne trifft am Tod zwar keine Schuld, aber er will unbedingt verhindern, dass sein Geheimnis an die Öffentlichkeit kommt. So spricht er sich mit Patrick ab und beginnt damit, eine Notlüge auf die andere zu türmen. Dass Patrick eine Vergangenheit als Kleinganove hat, erleichtert es zwar, verräterische Spuren aus der Welt zu schaffen, zugleich aber verheddern sich die beiden in ihren Geschichten immer mehr. Und dann taucht auch noch die Tochter (Léa Seydoux) des Opfers auf.

Sendeplatz

Montag um 23:15 Uhr auf SRF zwei.