Film-Tipp des Tages: Süssigkeiten

Hochstapler Nick Sander will die Bankierstochter Lilli Brenner heiraten. Plötzlich taucht sein unehelicher Sohn Oskar auf und bringt alles durcheinander. Eine bittersüsse Komödie von Markus Fischer.

Ein Junge, ein Mann im Anzug und eine Frau.

Bildlegende: Happy End am Hochzeitstag SRF/Rozsa Klaus

Nick Sander versucht, die drohende Pleite seiner Werbefirma vor seiner Braut Lilli Brenner (Simona Sbaffi) zu vertuschen. Denn Nick geht davon aus, dass seine Geldprobleme nach der bevorstehenden Heirat mit der Bankierstochter aus der Welt geschafft sind. Zur gleichen Zeit ist Oskar, sein 13-jähriger Sohn, von dessen Existenz Nick bisher nichts wusste, auf dem Weg von Salzburg nach Zürich. Als der Knabe vor Nicks Tür steht, wird es brenzlig. Ein uneheliches Kind aus einer dunklen Vergangenheit kann der Bräutigam jetzt überhaupt nicht brauchen. Lillis neugierige Frage, wer der Junge sei, beantwortet Nick mit der Notlüge: ein Mozart-Darsteller für seine neueste Werbekampagne. Diese Verleumdung kommt bei Oskar schlecht an, weshalb er seinen Vater unter Druck setzt.

Nick verspricht Oskar, dass er bleiben dürfe, solange er seine wahre Identität nicht preisgebe. Oskar spielt zunächst artig mit: Am Tisch der zukünftigen Schwiegereltern benimmt er sich wohlerzogen. Dann setzt er sich gar an den Flügel und gibt Mozart zum Besten. Frau Brenner senior ist von dem Wunderknaben begeistert. Als Oskar jedoch feststellt, dass Nick seinen Teil der Abmachung nicht erfüllt, zieht der Bengel andere Register. Denn Oskar ist ein wohlstandsverwahrloster kleiner Anarchist, der es meisterhaft versteht, Nick von einer Peinlichkeit in die nächste zu stürzen. Nicks Lügengebäude fällt dabei unweigerlich zusammen, und letztlich bringt Oskar seinen Vater dazu, sich dem wirklichen Leben und seiner Verantwortung zu stellen. Wie bei jeder Romantic Comedy kommt es auch in dieser ungewöhnlichen Dreiecksgeschichte zum Happy End.

Sendeplatz

Mittwoch um 20:00 Uhr auf SRF zwei.