Film-Tipp des Tages: «Sugarland Express»

Steven Spielbergs Leinwanddebüt «Sugarland Express» erzählt die wahre Geschichte eines Ausbrecherpärchens, das sich sein zur Adoption freigegebenes Baby zurückholen will. Auf dem Weg nach Sugarland, Texas, ziehen sie eine immer grösser werdende Kolonne von Polizeiautos und Reporterteams an.

Kidnapper im Fluchtwagen.

Bildlegende: William Atherton als Clovis Michael Poplin, Michael Sacks als Polizist Slide, Goldie Hawn als Lou Jean Poplin SRF/1974 Universal Studios

Die junge Lou Jean Poplin (Goldie Hawn) zwingt ihren inhaftierten Mann während eines Besuchstags, mit ihr zu fliehen und ihr gemeinsames Baby zurückzuholen. Weil auch Lou Jean vorbestraft ist, wurde es in Sugarland, Texas, zur Adoption freigegeben. Bei einer Polizeikontrolle auf dem Weg dorthin gerät das Ausbrecherpärchen in Panik und nimmt den jungen Streifenpolizisten Maxwell Slide (Michael Sacks) als Geisel.

Mit einer beispiellosen Verfolgerkolonne aus Polizeiautos und Fahrzeugen von Radio- und Fernsehstationen sowie angefeuert von Spalieren aus Schaulustigen durchqueren sie Texas. In Sugarland kommt es dann zum Showdown zwischen ihnen und der Polizei.

An einer wahren Geschichte angelehnt

Offenbar an einer wahren Begebenheit orientiert, die sich 1969 in Texas zugetragen hat, drehte Steven Spielberg sein Debüt für die Kinoleinwand. Oscarpreisträgerin Goldie Hawn konnte darin beweisen, dass sie auch ernsten Rollen gewachsen ist, Westernhaudegen Ben Johnson hatte als Polizeicaptain Tanner einen Auftritt weitab von staubigen Saloons und rauchenden Colts.

Die Firma Panavision stellte für Spielbergs Kinodebüt übrigens zum ersten Mal ihre neue Kamera, die kompakte Panaflex, zur Verfügung. Diese gab dem Regisseur ein hohes Mass an Bewegungsfreiheit und erlaubte komplexe Aufnahmen im Innern des Polizeiautos.

Sendeplatz

Freitagnacht um 00:05 Uhr auf SRF 1.