Film-Tipp des Tages: The Ides of March – Tage des Verrats

Der ehrgeizige Stephen arbeitet mit vollem Einsatz im Wahlkampfteam des demokratischen Präsidentschaftskandidaten und hat eine strahlende Zukunft vor sich. Nach einem Gespräch mit dem Wahlkampfleiter des Konkurrenten verstrickt er sich in Intrigen, die seinen Kandidaten zu Fall zu bringen drohen.

Ein Mann im Anzug mit einem Mikrofon.

Bildlegende: George Clooney als Mike Morris. SRF/Elite Film AG

Stephen Myers (Ryan Gosling) arbeitet als Pressesekretär für die Kampagne des demokratischen Gouverneurs aus Pennsylvania, Mike Morris (George Clooney), der auf dem Weg zur Präsidentschaftswahl ist. Gemeinsam mit Wahlkampfleiter Paul (Philip Seymour Hofman) sind sie ein starkes Team. Eine strahlende Zukunft in Washington scheint ihnen gewiss. Der Wahlkampftross macht Halt in Ohio, wo das entscheidende Duell mit dem parteiinternen Rivalen Pullman (Michael Mantell) ansteht. Stephen strotzt nur so vor Selbstvertrauen und ist der Überzeugung, dass er für den einzig richtigen Kandidaten arbeitet, den einzigen Kandidaten, der etwas im Land verändern kann.

Affären und Intrigen

Doch dann erhält er einen Telefonanruf von Pullmans Wahlkampfleiter Duffy (Paul Giamatti), der ihn bei einem heimlichen Treffen abzuwerben versucht. In der Annahme, dass Paul den einflussreichen Senator Thompson (Jeffrey Wright) für ihre Kampagne habe gewinnen können, plaudert Stephen wichtige Informationen aus. Als Stephen Paul schliesslich von seinem Treffen mit Duffy berichtet, ist dieser ausser sich. Er ist überzeugt, dass der clevere Duffy Stephen für seine Spielchen benutzt, und zweifelt an Stephens Loyalität.

Kurz darauf beginnt Stephen eine Affäre mit der jungen Praktikantin Molly (Evan Rachel Woods). Als er von ihr erfährt, dass Morris nicht so integer ist, wie er geglaubt hat, setzt er sie unter Druck. Gleichzeitig droht ihm die Journalistin Ida Horowitz (Marisa Tomei), sein Treffen mit Duffy öffentlich zu machen. Als sich herausstellt, dass sein Chef an diesen Enthüllungen nicht ganz unschuldig ist und ihn entlässt, zieht Stephen, der sich ungerecht behandelt fühlt, die Konsequenzen. Sein gekränktes Ego zeitigt fatale Folgen.

Regie und Hauptrolle: George Clooney

George Clooney liefert mit seiner vierten Regiearbeit ein packendes und unterhaltsames Lehrstück über die Fallstricke des heutigen Politbetriebs. In «The Ides of March» geraten selbst die integersten Figuren irgendwann unter Korruptionsverdacht. Idealismus und Loyalität bleibt auf der Strecke. Dafür, dass die Geschichte um Aufstieg und Fall eines Politikers und seines Beraters nicht allzu parabelhaft und mit moralischem Zeigfinger daherkommt, sorgt ein von A bis Z brillantes Ensemble. Clooney führte nicht nur Regie und arbeitete am Drehbuch mit, sondern ist auch in der Rolle des Präsidentschaftskandidaten Morris zu sehen.

Die Hauptfigur wird von Ryan Gosling verkörpert, dem momentan wohl angesagtesten Mann in Hollywood. Philip Seymour Hofman («The Master»), Paul Giamatti («Barneys Version»), Evan Rachel Woods («True Blood») und Jeffrey Wright («Boardwalk Empire») sind in weiteren tragenden Rollen zu sehen.

Sendeplatz

Sonntag um 21:40 Uhr auf SRF zwei.