Film-Tipp des Tages: Vantage Point - 8 Blickwinkel

Bei einer Ansprache des US-Präsidenten fallen Schüsse. Was sich abgespielt hat, enthüllen acht verschiedene Erlebnisberichte. Thriller mit Dennis Quaid, Sigourney Weaver, William Hurt und Matthew Fox.

Ein Mann hantiert mit einer Kamera.

Bildlegende: Beweismaterial. SRF/Columbia Pictures Industries, Inc. and GH Three LLC

Auf der Plaza Mayor im spanischen Salamanca will der amerikanische Präsident Ashton (William Hurt) internationalen Regierungschefs und der Öffentlichkeit seine Antiterror-Strategie erläutern. Die Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort sowie Millionen an den Fernsehgeräten hoffen auf eine Einigung zwischen West und Ost. Höchste Priorität haben die Sicherheitsvorkehrungen. Gerade als der mächtigste Mann der Welt ans Mikrofon treten will, wird er von Schüssen niedergestreckt. Kurz danach erschüttert eine heftige Explosion den Platz. Panik bricht aus, Journalisten und Publikum sind starr vor Schreck.

Verschiedene Perspektiven

Eine abgebrühte News-Regisseurin (Sigourney Weaver) hat eine Reporterin (Zoe Saldana) und mehrere Kameramänner vor Ort, welche die Geschehnisse aufgezeichnet haben. Auch der etwas naive US-Tourist Howard Lewis (Forest Whitaker) hat mit seiner Videokamera alles festgehalten. Lässt sich beim Durchsehen dieser Aufnahmen Verdächtiges erkennen?

Eine andere Sicht der Dinge eröffnet sich Bodyguard Thomas Barnes (Dennis Quaid), der ganz nah am Präsidenten war. Schon einmal wurde er zum Schutz von Ashton abkommandiert und dabei angeschossen. Nun durchlebt er dieses Trauma noch einmal. Der Personenschützer des ebenfalls anwesenden Bürgermeisters, der spanische Polizist Enrique (Eduardo Noriega), erlebt die tödlichen Schüsse auf den amerikanischen Präsidenten auch aus nächster Nähe. Zu spät erkennt er, dass er für den Anschlag instrumentalisiert wurde.

Einen eigenen Plan verfolgt auch Präsident Ashton. Der Geheimdienst war vorbereitet auf eine unmittelbare Bedrohung. Und niedergestreckt wurde nicht der Präsident, sondern dessen Double. Doch der echte Ashton, der sich in Sicherheit wähnt, ist damit noch längst nicht ausser Gefahr.

Spannende Erzählweise

Der Action-Thriller «Vantage Point» zieht seine Spannung einerseits aus der Frage, wer weshalb auf den amerikanischen Präsidenten geschossen hat. Anderseits sorgt auch die Erzählweise für Nervenkitzel: Immer wieder spult der Film auf die fragliche Zeit, zwölf Uhr mittags, zurück und zeigt, was Minuten vor dem Attentat ein Leibwächter, was ein Tourist auf dem Platz beobachtet hat, womit der Präsident gedanklich beschäftigt war und wer ihm nach dem Leben trachtete. Diese verschiedenen Perspektiven enthüllen immer mehr Puzzleteile, die am Schluss die Lösung des Rätsels offenbaren.

Der britische Regisseur Pete Travis, der sich einen Namen mit dem Fernsehfilm «Omagh» über ein IRA-Bombenattentat gemacht hatte, konnte ein namhaftes Ensemble für den Action-Thriller «Vantage Point» vor der Kamera versammeln: Neben Matthew Fox aus der Fernsehserie «Lost» sind Dennis Quaid («American Dreamz»), Sigourney Weaver («Avatar»), Forest Whitaker («The Last King of Scotland») und William Hurt («Damages») als Präsident zu sehen.

Sendeplatz

Samstag um 20:00 Uhr auf SRF zwei.