Film-Tipp des Tages: Wall Street: Geld schläft nicht

Gordon Gekko, Schutzpatron skrupelloser Broker, kommt nach mehrjähriger Haft frei und sinnt auf Rache. Unterstützt von einem jungen Trader legt er sich mit der Wall Street an. Fortsetzung von Oliver Stones Abzocker-Kultfilm mit Michael Douglas.

Ein älterer und ein jüngerer unterhalten isch in der U-Bahn.

Bildlegende: Michael Douglas als Gordon Gekko, Shia LaBoeuf als Jake Moore. SRF/Twentieth Century Fox Film Corporation

In den 1980er-Jahren war er der Herrscher der Wall Street, ein König mit Gelfrisur, Nadelstreifen und Hosenträgern: Gordon Gekko (Michael Douglas). Als er nach mehrjähriger Haft das Gefängnis verlässt, ist die Welt eine andere. Oder ist es noch immer blinde Gier, die den Erdball dreht? Gekko trachtet seinen einstigen Komplizen von der Wall Street ein Schnippchen zu schlagen, und spannt dazu mit dem jungen Trader Jake (Shia LaBeouf) zusammen, dem Freund seiner Tochter Winnie (Carey Mulligan), die mit dem Vater nichts mehr zu tun haben will.

Nachwuchsmillionär

Jake hat es in jungen Jahren in der Firma seines Mentors zu seiner ersten Million gebracht. Als nun Gerüchte die Aktien der Firma ins Bodenlose fallen lassen, nimmt Jakes väterlicher Freund sich das Leben, und ausgerechnet der ärgste Rivale verleibt sich das Unternehmen ein: der milliardenschwere Spekulant Bretton James (Josh Brolin). Als dieser Jake einen Job anbietet, erkennt der junge Mann die Gelegenheit zur Rache. Doch kann er sich dabei auf seinen verschlagenen Komplizen Gordon Gekko verlassen?

Sequel zum Kultfilm

Oliver Stone soll einst geschworen haben, nie ein Sequel zu einem seiner Filme zu drehen. Aus aktuellem Anlass hat er seinen zeitgeschichtlich relevanten Hit «Wall Street» von 1987 dennoch fortgesetzt und 2008 angesiedelt, im Vorbeben der Weltwirtschaftskrise. Seine Kritik an skrupelloser Spekulation hat an Aktualität erwartungsgemäss nichts eingebüsst, und als Filmemacher fühlt Stone sich in diesem Stoff zu Hause wie schon lange nicht mehr. So meinte auch die «Berner Zeitung»: «Nach Jahren der filmischen Mittelprächtigkeiten gelingt dem dreifachen Oscar-Preisträger Oliver Stone (‹Midnight Express›, ‹Platoon›, ‹Born on the Fourth of July›) wieder ein Wurf.»

Zu Michael Douglas in der Rolle seines Lebens gruppiert Oliver Stone eine beachtliche Auswahl an Talent, so die Jungstars Shia LaBeouf («Transformers») und Carey Mulligan («The Great Gatsby») sowie gestandene Grössen wie Frank Langella, Josh Brolin und den grossen Eli Wallach, der beim Dreh 95 Jahre alt war.

Sendeplatz

Sonntag um 20:05 Uhr auf SRF zwei.