Film-Tipp des Tages: «World War Z»

Ein Virus verwandelt die Menschen in fleischfressende Zombies. Während die Epidemie die Erde überrollt, versucht der ehemalige UN-Angestellte Gerry Lane die Menschheit zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit nimmt seinen Lauf, der nicht nur Gerry, sondern auch seine Familie an Leib und Leben bedroht.

Eine Familie inmitten von Menschen in Panik.

Bildlegende: Brad Pitt als Gerry Lane, Abigail Hargrove als Rachel Lane, Mireille Enos Karin Lane. SRF/2013 Paramount Pictures

Der Tag scheint völlig normal, als der ehemalige UN-Mitarbeiter Gerry Lane (Brad Pitt) seiner Frau Karen (Mireille Enos) und den zwei Töchtern das Frühstück serviert. Auch die Meldung im Fernsehen, dass ein Staat das Kriegsrecht verhängt habe, beunruhigt die harmonische Familie nicht weiter. Gemeinsam machen sie sich im Auto auf ins Stadtzentrum von Philadelphia. Wie immer bleiben sie im Stau stecken.

Doch plötzlich bricht das Chaos aus. Gebäude explodieren, ein fahrerloser Lastwagen rammt alles, was in seinem Weg steht. In letzter Sekunde versucht Gerry seine Familie in Sicherheit bringen. Als ihr Auto nach einem Zusammenstoss einen Totalschaden erleidet, müssen die vier zu Fuss weiter.

Kampf um Fortbestand der Menschheit

In der Stadt ist die Massenpanik ausgebrochen. Menschen verhalten sich verrückt und versuchen, andere zu beissen. Sie schlagen mit ihren Köpfen Windscheiben ein, um in Menschenfleisch beissen zu können. Nur mit Müh und Not kann Gerry seine Familie in letzter Sekunde vor den Zombies retten. Dia Familie ergreift die Flucht. Bald geht es um Leben und Tod – nicht nur ihr Leben, sondern der Fortbestand der Menschheit steht auf dem Spiel.

Der deutsch-schweizerische Regisseur Marc Forster ist bekannt dafür, zwischen den Genres hin- und herzuspringen. Er versucht sich in jeder Disziplin, statt sich wie andere Regisseure auf ein Genre zu beschränken. Seinen ersten Film «Loungers» drehte Forster mit einem minimalen Budget von 10 000 US-Dollar. Mit ihm gewann er am Slamdance Film Festival den Publikumspreis.

Ein viel versprechender Start - trotzdem konnte er auch für seinen zweiten Film kaum ausreichend Mittel zusammentragen. Mit 100 000 US Dollar drehte Forster das Psychodrama «Everything Put Together», seinen ersten Kinofilm. Dieser wurde prompt am prestigeträchtigen Sundance Film Festival für den Jurypreis nominiert. Mit dem Drama «Monster's Ball», dank dem Hale Berry für ihre Hauptrolle einen Oscar gewann, gelang Forster endgültig der Durchbruch. Mit dem Film «Quantum of Solace» erreichte er, was kein Schweizer Regisseur vor ihm konnte: einen Bond-Film drehen.

Derzeit arbeitet Forster an seinem neusten Werk «All I See Is You», das 2016 in den Kinos anlaufen wird. Darin lernt eine blinde Frau, nachdem sie wieder sehen kann, ihr Leben und ihren Ehemann von Neuem kennen.

Sendeplatz

Sonntag um 22:00 Uhr auf SRF zwei