Ben Rivers lässt die Zuschauer in «The Sky Trembles...» mitleiden

Grausame Zwischenfälle in der atemberaubenden Landschaft Marokkos: Ben Rivers setzt sich im Locarno-Film «The Sky Trembles and the Earth Is Afraid and the Two Eyes Are Not Brothers» mit einer Erzählung des Beat-Poeten Paul Bowles auseinander. Auf seinem Trip lässt er den Zuschauer leider aussen vor.

Ein Mann mit schwarzem Umhang und Kapuze steht auf einer Strasse zwischen Gebäuden aus Sandstein.

Bildlegende: Bei Ben Rivers leidet der Zuschauer mit dem Protagonisten. Yuki Yamamoto/ Filmfestival Locarno

Zwischen dem Atlasgebirge und der Wüste der Sahara in Marokko bewegt sich ein Filmemacher (Oliver Laxe) im Locarno-Film des britischen Regisseurs Ben Rivers. In seinem Wettbewerbsfilm mit dem Titel «The Sky Trembles and the Earth Is Afraid and the Two Eyes Are Not Brothers» begibt er sich auf die Spuren der gleichnamigen Erzählung des amerikanischen Beat-Autors Paul Bowles.

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Filmausschnitt aus «Sky Trembles...»

2:51 min, vom 12.8.2015

Das eine Problem des Films ist, dass er sich nur dann allenfalls erschliesst, wenn man die Geschichte kennt. Und das andere Problem ist, dass der Filmemacher für seine Kunst leiden muss: Er wird von vier Banditen niedergeschlagen, in ein mit Konservendosen-Deckeln benähtes Sackkostüm gesteckt und zum scheppernden Tanzbären abgerichtet.

Da helfen die dokumentarisch schönen Wüstenbilder nur wenig: Man bleibt als Zuschauer aussen vor und leidet auch.