«Bombay Velvet»: Und ständig grüsst Martin Scorsese

«Bombay Velvet» ist die Geschichte von zwei Strassenjungs, die es in der Metropole Bombay schaffen «grosse Nummern» zu werden. «Bombay Velvet» ist aber vor allem auch eine grosse Liebeserklärung an Regisseur Martin Scorsese. Ein bisschen weniger Zuneigung hätte jedoch auch gereicht.

Eine Frau in einem Auto, die raucht.

Bildlegende: Und, schon eine Szene von Scorsese im Kopf? Fox Star Studios India Pvt Ltd

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Trailer «Bombay Velvet»

2:34 min, vom 11.8.2015

Der indische Produzent und Regisseur Anurag Kashyap ist ein grosser Fan klassischer amerikanischer Gangsterfilme und insbesondere vom New Yorker Regisseur Martin Scorsese. Mit «Bombay Velvet» hat er sich einen Traum erfüllt.

Sein Film erzählt vom Aufstieg und Fall zweier Strassenjungs, die es schaffen, zu «Big Shots» zu werden – wie James Cagney in «The Roaring Twenties».

Ein grosser Fan von Scorsese

Dabei wirkt der prächtig fotografierte und ausgestattete 149 Minuten lange Film wie ein Konglomerat der grössten Arbeiten von Martin Scorsese. Da steckt «Raging Bull», «Casino» und «Goodfellas» drin. Insofern muss es für Kashyap auch wie Weihnachten gewesen sein, dass er Scorseses langjährige Cutterin Thelma Schoonmaker für den Schnitt gewinnen konnte.

Allerdings liegt in der Verehrung für das Kino Scorseses auch das Handicap von «Bombay Velvet»: Jede Szene erinnert an ihre Entsprechung in einem der Originale. Und bei aller Pracht stellt sich zumindest für Scorsese-Kenner bald ein permanentes Gefühl von Déjà-vu ein.

Frisch ab Leinwand

SRF-Filmkritiker Michael Sennhauser schaut sich am Filmfestival Locarno Filme an und schreibt über seine ersten unmittelbaren Eindrücke.

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