«Suite armoricaine»: Bittersüsse Geschichten von der Uni

In «Suite armoricaine» erzählt Regisseurin Pascale Breton Geschichten von zwei Generationen der Universität Rennes: den heutigen Studenten und den Dozenten, die vor 20 Jahren Studenten waren. Ein heftig akademisch unterfütterter Film mit gekonnt verschränkten Geschichten.

Eine Frau auf einem Leopardensofa.

Bildlegende: Ein Studentenleben à la Universität Rennes: Szene aus «Suite armoricaine». Filmfestival Locarno

Vielleicht ist schon der Name der Regisseurin Verpflichtung. Jedenfalls ist Bretons «Suite armoricaine» der Bretagne verpflichtet – genauer der Universität der bretonischen Hauptstadt Rennes.

Eine wunderschöne Balance der Welten

Von zwei Generationen wird erzählt. Von jener, die vor 20 Jahren hier studiert hat und nun zum Teil hier doziert. Und von jener, die ihren Platz heute eingenommen hat.

Die Verschränkung der Leben und der Geschichten ist bittersüss – zum Teil mit heftiger akademischer Unterfütterung und etlichen wunderbaren Momenten. Etwa wenn Dozentin Françoise die Universität angesichts all der jungen Gesichter im Saal als Ort der ewigen Jugend bezeichnet.

Der Film balanciert seine Welten wunderbar, zeigt manchmal die gleiche Szene noch einmal aus der Perspektive einer anderen Figur und schafft so einen zeitlichen Fluss, der mit Leichtigkeit trägt.

Frisch ab Leinwand

SRF-Filmkritiker Michael Sennhauser schaut sich am Filmfestival Locarno Filme an und schreibt über seine ersten unmittelbaren Eindrücke.

Mehr Filmbesprechungen unter sennhausersfilmblog.ch.