Filmtipp: Hellboy

Guillermo del Toros («Pans Labyrinth») Verfilmung der Kult-Comicserie glänzt mit phantastischen Sets, beissendem Humor und aberwitzigen Action-Szenen. In den Hauptrollen: Ron Perlman, John Hurt und Selma Blair.

Doug Jones als Abe Sapien, Ron Perlman als Hellboy.

Bildlegende: Doug Jones als Abe Sapien, Ron Perlman als Hellboy. SRF/Kineos GmbH

In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges versucht Hitler mithilfe des Magiers Rasputin (Karel Roden), die Welt ins Chaos zu stürzen. Im schottischen Hochland sollen mittels okkulter Methoden die Pforten der Hölle aufgestossen und so teuflische Heerscharen in die Welt gebracht werden. Mit ihrer Unterstützung wollen die Nazis die drohende Niederlage abwenden. Doch im letzten Augenblick kann Doktor Trevor «Broom» Buttonholm (John Hurt) die Absichten von Rasputin und seinem Helfer, dem Super-Nazi Karl Ruprecht Kroenen (Ladislav Beran), durchkreuzen und die beiden finsteren Gesellen ins offene Höllentor stossen. Noch bevor die Pforte wieder geschlossen wird, gelingt einem kleinen roten Teufel der Übertritt in die Welt.

Roter Riese gegen das Böse

Broom, der einer Spezialtruppe zur Bekämpfung paranormaler Erscheinungen vorsteht, nennt den kleinen Kerl Hellboy und nimmt ihn unter seine Fittiche. Jahrzehnte später ist Hellboy (Ron Perlman) ein roter Riese geworden, der zusammen mit dem sensiblen und hyperintelligenten Amphibienmonster Abe Sapien (Doug Jones) den Kern von Brooms Truppe bildet, die das Böse in der Welt bekämpft. Hellboy leidet aber unter seinem Wankelmut und dämpft seine Identitätskrisen mit dem Verzehr von Unmengen von Schokoriegeln. Gleichfalls nicht unter Kontrolle hat er seine Gefühle für die schöne Liz Sherman (Selma Blair). Als sich dann auch noch Rasputin anschickt, abermals zu einem Versuch zur Weltunterjochung anzusetzen, ist Hellboy über Gebühr gefordert.

Über die Produktion

Spätestens seit dem Erfolg von «Pans Labyrinth» nennt man den Namen des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro im selben Atemzug wie jenen von Peter Jackson («Lord of the Rings»), David Cronenberg («History of Violence») oder Christopher Nolan («Inception»). Mit jenen teilt er eine Vorliebe für das Phantastische und für Comic-Verfilmungen; gleichzeitig wechselt auch del Toro behende zwischen intimen Studioproduktionen und grossen Hollywood-Blockbustern. Comic- beziehungsweise märchenhaft ist der Blick des Mexikaners auf die Welt seit seinen Anfängen in den 1990er-Jahren. Neben seinen zwei «Hellboy»-Verfilmungen basiert auch der Vampirschocker «Blade II» aus dem Jahre 2002 auf einer Comic-Vorlage.

John Hurt und Ron Perlman

Illuster ist auch der Cast von «Hellboy». Neben dem britischen Charaktermimen John Hurt, der zuletzt in Filmen wie «V for Vendetta» zu sehen gewesen war, fällt insbesondere Ron Perlman in der Rolle von Hellboy ins Auge. Seit den frühen 1980er-Jahren im Filmgeschäft machte sich der New Yorker einen Namen vor allem als Darsteller in zahllosen Billigfilmen. Immer wieder aber gelangen ihm auch Ausflüge ins Charakterfach, und lange Zeit gehörte er zur Gilde bevorzugter Schauspieler von «Amélie»-Regisseur Jean-Pierre Jeunet.
SF zeigt das höllische Spektakel «Hellboy» exklusiv in Zweikanalton.

Sendeplatz

Freitag um 22:45 Uhr auf SRF zwei.