Margrit Rainer

Bäuerin, Wirtin, Haushälterin oder Hausfrau: In diesen Rollen fühlte sich Margrit Rainer sichtlich wohl. Sie spielte alle mit grosser Warmherzigkeit; das Schweizer Publikum liebte sie. Trotzdem spielte die Schauspielerin nie die Hauptrolle in einem Film.

Portrait von Margrit Rainer als Bäbi Scheidegger im Film «Die 6 Kummerbuben» von Franz Schnyder aus dem Jahr 1968.

Bildlegende: Margrit Rainer als Bäbi Scheidegger im Film «Die 6 Kummerbuben» von Franz Schnyder aus dem Jahr 1968. SRF

Margrit Rainer erblickte am 9. Februar 1914 in Zürich das Licht der Welt. Nach einer Lehre als Fotolaborantin erhielt sie Schauspielunterricht. Nach ihren ersten Auftritten auf der Schweizerischen Volksbühne 1938 debüttierte sie beim Cabaret Cornichon, wo Rainer bis 1950 wirkte.

Rainer schaffte ihren künstlerischen Durchbruch mit ihren Engagements am Corso-Theater Zürich und 1939 an der Schweizerischen Landesausstellung. Ab 1951 bis zu ihrem Tod bildete sie mit Ruedi Walter ein populäres Duo.

Die zu ihrer Zeit vermutlich beliebteste Deutschschweizer Volksschauspielerin verkörperte in Dialektstücken und zahlreichen Filmen, Hör- und Fernsehspielen vielfach die kleinbürgerliche Hausmutter. 1958 wurde sie mit dem Filmpreis der Stadt Zürich geehrt. Sie starb am 10. Februar 1982 in Zürich.

Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz