Happy Birthday Frank Sinatra! Zehn Fakten und ein Filmschatz

Frank Sinatra gewann einen Oscar, hatte enge Freunde in der Mafia und sass mit 22 Jahren im Knast. In «The Man With The Golden Arm» spielte er überzeugend einen Heroinsüchtigen – und schockierte damit die amerikanische Zensurbehörde. Zu Sinatras 100. Geburtstag zehn Fakten und ein Filmschatz.

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Filmschatz: «The Man with the Golden Arm»

4:37 min, vom 9.12.2015

    • 1.
      Oscar
      Frank Sinatra und Donna Reed halten Oscar in den Händen.

      Bildlegende: Es wurde gemunkelt, dass Sinatra seine Rolle in «From Here to Eternity» nur wegen seiner Mafia-Verbindung gekriegt hat. Imago

      Für seine Rolle als Gefreiter im Kriegsdrama «From Here to Eternity» erhielt Frank Sinatra 1954 den Oscar als bester Nebendarsteller. Genau zum richtigen Zeitpunkt, nachdem es zwischen 1948 und 1953 mit seiner Karriere bergab gegangen war. Für seine Rolle als Drogensüchtiger auf Entzug in «The Man with the Golden Arm» wurde er 1956 als bester Hauptdarsteller nominiert.

    • 2.
      Frank Sinatra nimmt Heroin
      Frank Sinatra bindet sich mit Krawatte den Arm ab.

      Bildlegende: Auch Marlon Brando wollte die Rolle des Drogensüchtigen spielen. Imago

      Aber nur im Drama «The Man with the Golden Arm». Als rauschgiftsüchtiger Spieler versucht er immer wieder von der Nadel wegzukommen. Drogen, Sucht und Entzug. Revolutionäre Themen für die 50er Jahre. Vor allem die Szene mit dem kalten Entzug schockierte die amerikanische Zensurstelle. Sie verweigerte die Freigabe des Dramas bis 1961.

    • 3.
      Mafia
      Porträt Frank Sinatra.

      Bildlegende: Frank Sinatra war viele Jahre in Las Vegas, eine Hochburg der Mafia. Getty Images

      Frank Sinatra wurde immer wieder ein enges Verhältnis zur Mafia nachgesagt. Angeblich soll er die Rolle in «From Here to Eternity» nur bekommen haben, weil Regisseur Fred Zinnemann von der Mafia massiv bedroht wurde.

    • 4.
      Vier Hochzeiten und unzählige Affären
      Frank Sinatra jung und von Frauen umzingelt.

      Bildlegende: Seine kürzeste Ehe dauerte gerade mal 2 Jahre. Keystone

      Frank Sinatra liebte die Frauen – und sie liebten ihn. Er war viermal verheiratet, zuletzt 22 Jahre lang, bis zu seinem Tod, mit dem Showgirl Barbara Marx. Frankie, dem Verführer, wurden zahlreiche Affären mit prominenten Frauen nachgesagt. Unter anderem soll Sinatra ein Techtelmechtel mit Nancy Reagan gehabt haben, der Frau von Ronald Reagan, dem ehemaligen Präsidenten der USA.

    • 5.
      Rat Pack
      Zwei Männer, der eine legt dem anderen seinen Arm um die Schulter.

      Bildlegende: Zwei des Rat Pack: Dean Martin (links) mit Frank Sinatra. wikimedia

      Zu Deutsch: Die Rattenmeute. Das waren Frank Sinatra, Sammy Davis Jr., Dean Martin, Joey Bishop, Peter Lawford und Shirley MacLaine. In Las Vegas veranstalteten die Entertainer grosse Bühnenshows mit kabarettistischen Dialogen, Gesang und witzigen Gesprächen über ihre Alkoholexzesse.

    • 6.
      Las Vegas – mein Wohnzimmer
      Grosse Tafel in Las Vegas mit Frank Sinatras Name.

      Bildlegende: The Dunes ist ein Hotel auf dem Las Vegas Strip. Frank Sinatra war dort Stammgast. Getty Images

      «Was machen all die Leute hier in meinem Wohnzimmer?» Eine Frage, ein Witz von Frank Sinatra während eines Konzerts in Las Vegas. Die Casinostadt war sein Reich. Er gab der Stadt Coolness. Zwischen 1951 und 1994 gab Ol' Blue Eyes mehr als 500 Konzerte in der Casinostadt.

    • 7.
      Italienische Einwanderer
      Frank Sinatra mit seiner Mutter.

      Bildlegende: Mutter und Sohn: Frank Sinatra war ein Einzelkind. Getty Images

      Sinatras Eltern stammen aus Italien. Beide waren als Kinder mit ihrer Familie in die USA ausgewandert. Sein Vater war Profiboxer, seine Mutter Hebamme und Vorsitzende der Demokratischen Partei.

    • 8.
      Erste Massenhysterie der Popgeschichte
      Frank Sinatra auf der Bühne und Publikum.

      Bildlegende: Noch vor den Beatles wurde Frank Sinatra wie ein Popstar gefeiert. Keystone

      Oktober 1944. Soloauftritt von Frank Sinatra in New York. Tausende junge Mädchen schreien und kippen beim Konzert von ihrem Idol um. Es war die erste Massenekstase der Popgeschichte.

    • 9.
      Rassendiskriminierung
      Frank Sinatra, Count Basie, John Denver spielen ein Konzert.

      Bildlegende: Von links: Count Baisie, ein afroamerikanischer Jazzpianist, John Denver und Frank Sinatra. Getty Images

      Frank Sinatra setzte sich gegen die Rassendiskriminierung ein. 1945 realisierte er den Kurzfilm «The House I Live In». Darin spielte er sich selber und hielt ein Plädoyer für die Gleichberechtigung aller Rassen und Religionen. Es gab Konzertsäle, wo keine Afro-Amerikaner zugelassen waren. Frank Sinatra weigerte sich, an diesen Orten aufzutreten.

    • 10.
      Gefängnis
      Knastbild Sinatra.

      Bildlegende: 1938: Frank Sinatra im Gefängnis. Getty Images

      Seine verführerische Art wurde ihm zum Verhängnis. Mit 22 Jahren musste Sinatra in den Knast. Der Vorwurf: Er habe «unter dem Versprechen der Heirat» eine ledige Frau «von guter Reputation» zu unehelichem Sex verführt. Mit 1500 Dollar konnte er sich freikaufen. Später kam raus: Die Frau war nicht ledig, sondern verheiratet! Das gab noch mehr Ärger. Sinatra wurde ein zweites Mail verhaftet. Grund: Ehebruch. Insgesamt war Frank Sinatra 16 Stunden im Gefängnis.

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