Neu im Kino «King Arthur: Legend of the Sword»: Von der Gosse auf den Thron

Mittelalter-Mythos neu interpretiert: die Artussage als actionreiches Spektakel mit grossartiger Star-Besetzung.

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Filmstart diese Woche: «King Arthur: Legend of the Sword»

2:14 min, aus Keine 3 Minuten – Die Filmkritik für Eilige vom 12.5.2017

Arthurs Eltern sterben als er ein kleiner Junge ist. Arthur ist der Sohn von Uther, König von Grossbritannien. Nach dessen Tod, kommt er, durch widrige Umstände, in die Obhut einer Prostituierten und wächst quasi in der Gosse auf. «King Arthur: Legend of the Sword» erzählt wie der Adlige – der nichts von seinem blauen Blut weiss – als Waisenkind von der schmutzigen Strasse bis auf den Thron aufsteigt.

Regisseur Guy Ritchie hält sich nur vage an die mittelalterliche Artussage. Etwas aber bleibt auch im 3D-Abenteuerfilm gleich: derjenige, der das Schwert Excalibur aus dem Stein ziehen kann, ist der rechtmässige König von Grossbritannien.

Das unwahrste Zitat

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Das unwahrste Zitat

0:13 min, vom 10.5.2017

«Ich werde auf keinen Fall kämpfen!» sagt Arthur und schlägt seinem Gegenüber im nächsten Moment die Faust ins Gesicht. Der zukünftige König gar nicht ritterlich.

Der Schauspieler

Jude Law mit Sonnenbrille.

Bildlegende: Jude Law brilliert als böser König in «King Arthur: Legend of the Sword». Keystone

In «King Arthur: Legend of the Sword» spielt Jude Law den bösen Onkel von Arthur, der sich unrechtmässig den Thron angeeignet hat. Es ist nicht seine erste Zusammenarbeit mit Guy Ritchie. 2009 spielte er Dr. Watson in Ritchies «Sherlock Holmes». Und zwei Jahre später in der Fortsetzung. Wenn man den Gerüchten glaubt, arbeiten die beiden im dritten «Sherlock»-Teil wieder zusammen.

Zuletzt war der britische Schauspieler in «The Young Pope» zu sehen. In der Serie von Paolo Sorrentino spielt er den jüngsten Papst in der Geschichte des Vatikans, der US-Amerikaner ist, raucht und zum Frühstück eine Cherry Coke Zero trinkt.

Fakten, die man wissen sollte

Junge hält Schwert im Stein, Trickfilm.

Bildlegende: «The Sword in the Stone» spielte in den USA 22,2 Millionen US-Dollar ein. Buena Vista Distribution

Die Artussage ist vermutlich im späten fünften Jahrhundert entstanden. Der Mythos besagt, dass nur wer das magische Schwert Excalibur aus dem Stein ziehen kann, König von England werden kann. Viele Männer versuchen es, aber nur Arthur gelingt es. Die Geschichte wurde immer wieder erzählt, abgeändert und neu interpretiert.

1963 nahmen sich die Walt Disney Studios diesem Mythos an und produzierten einen abendfüllenden Zeichentrickfilm: «The Sword in the Stone», zu Deutsch: Das Schwert im Stein. Es war der letzte Zeichentrick-Kinofilm, der zu Lebzeiten von Walt Disney veröffentlicht wurde.

Das Urteil

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Das Urteil

0:38 min, vom 10.5.2017

Die effektvolle Umsetzung von Regisseur Guy Ritchie macht «King Arthur: Legend of the Sword» zu einem wuchtigen und absolut sehenswertem 3D-Kinoerlebnis. Das gelingt ihm durch das Zusammenspiel von Zeitlupe, Zeitraffer und perfekt-choreographierten Kampf-Szenen. Ausserdem ist die Besetzung grossartig. Jude Law brilliert als bösartiger König und auch Serien-Star Charlie Hunnam ist wie gemacht für die Figur des Waisenkindes, das durch die harte Schule des Lebens muss, um am Ende gross rauszukommen.

Kinostart: 11.05.2017