«London Boulevard»

Gangster Mitchel hat eine lange Haftstrafe abgesessen. Jetzt will er sich bessern und einen ehrbaren Beruf finden. Er stellt sich in den Dienst einer Schauspielerin, die sich in ihrer Villa vor Paparazzi versteckt. Doch seine Vergangenheit holt ihn ein. Exklusiv in Zweikanalton deutsch/englisch.

Ein Mann richtet die Waffe auf ein unbekanntes Ziel.

Bildlegende: Colin Farrell als Mitchel. SRF/Wild Bunch Germany

Nach dem Ende seiner Haftstrafe will der Gangster Mitchel (Colin Farrell) dem Verbrechen den Rücken zeigen. Er versucht, einen ehrbaren Beruf auszuüben. Seine ehemaligen Freunde wollen ihn wieder in zwielichtige Aktivitäten verwickeln. Er weigert sich, denn er will nicht wieder zurück ins Gefängnis.

Der Wiedereinstieg ins normale Leben erweist sich als schwerer als erwartet. Doch den guten Seelen winkt das vermeintliche Glück: eine junge Frau, die er vor einem Bankomaten beschützt, offeriert ihm den Job als Leibwächter und Handlanger der zurückgezogen lebenden Schauspielerin Charlotte (Kera Knightley). Diese versteckt sich in ihrer Stadtvilla vor den ständig lauernden Papparrazzi.

Esoterik, Gangster und Bestechungen

Mitchel versucht, die Paparazzi vom Anwesen fernzuhalten. Das ist nicht ganz einfach. Der esoterische Assistent von Charlotte, Jordan (David Thewlis), macht ihm ebenso das Leben schwer wie der aggressive ehemalige Sicherheitsverantwortliche sowie der örtliche Polizist Bailey (Eddie Marsan). Letzterer belästigt ihn und zwingt ihn zu Bestechungszahlungen.

Als ob das noch nicht genug Hürden wären, mischt sich unerwartet ein Londoner Gangsterboss in Mitchels Leben ein. Schon bald ist Mitchel in ein Netz eingewickelt, in dem sein Leben auf dem Spiel steht.

Sendeplatz

Donnerstag um 22:45 Uhr auf SRF zwei

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Die poetische Tragik der chilenischen Geschichte

    Aus Kulturplatz vom 9.9.2015

    Der Filmessayist Patricio Guzmán zeichnet im Film «El botón de nácar» (Der Perlmuttknopf) eine facettenreiche Entwicklungsgeschichte Chiles, von den indigenen Wassernomaden Patagoniens über die Kolonialzeit unter den spanischen Eroberern bis hin zum Gewaltregime der Pinochet-Diktatur. Dem Leitmedium Wasser folgend entwirft Guzmán einen poetischen Erzählbogen, in dem die Urkräfte der Natur in stetem Wechselspiel mit dem Schicksal und den Tragödien der Bewohnerinnen und Bewohner stehen. Eine Annäherung an die Herkunft einer Nation.

    Meili Dschen

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