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Neu im Kino «Buena Vista Social Club: Adiós»: Dokumentarische Akkordarbeit

Die Britin Lucy Walker setzt mit «Adiós» dort an, wo Wim Wenders 1999 aufhörte. Die Zugabe hätte man sich sparen können.

Legende: Video Kinostart: «Buena Vista Social Club: Adiós» abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Vom 18.10.2017.

Vor 18 Jahren landete der deutsche Filmemacher Wim Wenders mit seiner Dokumentation «Buena Vista Social Club» einen Coup. Die Geschichte um das Kollektiv aus betagten kubanischen Musikern, das vom US-Gitarristen Ry Cooder ins Leben gerufen wurde, stiess weltweit auf grosses Interesse.

Der überwältigende Erfolg des Films bescherte Wenders seine erste von bislang drei Oscar-Nominierungen und seinen Titelhelden ausverkaufte Konzertsäle rund um den Globus.

Walker wandert auf Wenders' Weg

Für «Buena Vista Social Club: Adiós» gab sich der gebürtige Düsseldorfer mit der Produzentenrolle zufrieden.

Omara Portuondo lässt sich auf der Bühne feiern.
Legende: Die einzige Dame der Originalbesetzung: Omara Portuondo. ASCOT ELITE

Regie führte diesmal die Britin Lucy Walker, die sich in der Vergangenheit ebenfalls schon mehrere Male Hoffnungen auf einen Dokfilm-Oscar machen durfte. Doch sowohl bei «Waste Land» (2010) als auch bei «The Tsunami and the Cherry Blossom» (2011) blieb es bei der Nominierung.

Für «Adiós» unterhielt sie sich mit den verbliebenen Mitgliedern. Zudem begleitete sie die aktuelle Besetzung des Ensembles auf ihrem Ausflug ins Weisse Haus vor zwei Jahren und arbeitete sich durch die bald zwei Jahrzehnte alten Aufnahmen fürs Original.

Willkürlich wirkende Vertiefung

Herausgekommen ist dabei ein recht zufällig zusammengeflickter Film, der in erster Linie für besonders eingefleischte Fans des Vorgängers interessant sein dürfte.

Das Ensemble des «Buena Vista Social Club» performt auf einer Konzertbühne.
Legende: Auch 20 Jahre nach seiner Gründung sorgte der «Buena Vista Social Club» für ausverkaufte Konzertsäle. ASCOT ELITE

Zwar erfährt der Zuschauer etwas mehr über die charakterlichen Eigenheiten einiger Protagonisten des Originals – eine Laufzeit im dreistelligen Minutenbereich rechtfertigt dies allerdings nicht.

Kinostart: 19.10.2017

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