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Neu im Kino Mit der Erde geht es bachab – sie lehnen sich auf

Im Schweizer Dokumentarfilm «Transformance» stellen Unternehmer und Wissenschaftler Ideen vor, mit denen sie den Klimawandel aufhalten wollen.

Legende: Video Kinostart: «Transformance» abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus Kultur vom 10.01.2018.

«Es ist unsere Pflicht, die menschliche Kultur weiter zu ermöglichen», sagt Greta Patzke, Professorin für anorganische Chemie und eine der Protagonistinnen des Schweizer Dokumentarfilms «Transformance».

Im Moment sieht es aber nicht gut aus für die Erde – und Greta Patzke möchte das ändern. Sie forscht an der künstlichen Fotosynthese. «Die Umwandlung von Licht, Wasser und CO2 ist der direkteste Weg zu sauberer Energie», sagt Patzke.

Konkrete Pläne

In «Transformance» geht es um nichts Geringeres als um die Zukunft der Erde. Wissenschaftlerinnen, Unternehmer und Philosophinnen präsentieren ihre Ideen, um den Planeten zu retten.

Manche haben konkrete Pläne – wie Professorin Patzke oder die Unternehmer, die an der Entwicklung des sogenannten Hyperloop arbeiten.

Dabei handelt es sich um eine Art Zug, der in einer Röhre fährt, welcher die Luft entzogen wird. Im entstandenen Vakuum kann der Zug mit sehr wenig Energie sehr schnell fahren.

«Fleisch müsste drei Mal so teuer sein»

Andere teilen ihre Gedanken darüber mit, wie wir in Zukunft mit der Erde umgehen müssen. Anton Gunzinger, Ingenieur und ETH-Professor, sagt beispielsweise: «Fleisch müsste drei Mal so teuer oder der Strassenverkehr fünf Mal so teuer sein wie heute.»

Wir belügen uns selbst, wenn wir glauben, dass der heutige Preis den tatsächlichen Kosten entspreche, so Gunzinger. Denn werden alle Produktionskosten und die Kosten für Umwelt oder Gesundheit mit einberechnet, müsste vieles viel teurer sein.

Was die Protagonisten gemeinsam haben: Sie alle sind verhalten optimistisch, dass das Ruder doch noch herumgerissen werden kann. Dass die Erde und ihre Bewohner noch gerettet werden können, wenn die Menschheit umdenkt und ihr Verhalten ändert.

Für den Wandel ist es allerhöchste Zeit

«Transformance» bedeutet etwa «Wandel». Dieser Wandel ist möglich. Und angesichts von Wetterkatastrophen, Hungersnöten oder schmelzenden Polen ist es für diesen Wandel allerhöchste Zeit.

Kinostart: 11.01.2018

Der Dokumentarfilm

Ein spannendes Thema, spannende Protagonisten, spannende Ideen. Leider kommen im Film zu viele Menschen zu Wort. Nicht jedem einzelnen Protagonisten wird genug Raum gelassen, um seine Ideen und Konzepte verständlich zu erklären. Deshalb bleiben Fragen offen oder Aussagen unklar.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Es würde schon reichen, wenn die teuren verantwortlichen Zuständigen von: Bundesrat, Politik, BLW, BLV, Schweizer Bauernverband, BAG, sich endlich für eine echte, umsichtige, verantwortungsbewusste, nachhaltig öko-logische LW, welche sich im "Einklang" mit Natur und Tier befindet, ausreichen! Ein echter Fortschritt zum Wohl von Natur, Tier und den Menschen, als letztem Glied in der Nahrungskette....
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  • Kommentar von Peter Brenner (Brenner)
    Ein unkritischer Jubelartikel zu den selbsternannten Weltrettern. Beispiel: Hyperloop: Das Konzept wird vom renommierten Massachusetts Institute of Technology vernichtend kritisiert. Nicht nur wegen der fraglichen technischen Machbarkeit, sondern auch ob sich unter dem dem Strich tatsächlich Energie einsparen lässt. A propos Gunzinger: Der Computerspezialist (Nicht Energiefachmann) hat uns ja schon mit seinem Buch "Kraftwerk Schweiz" beglückt. Das wird ja wohl von niemandem mehr ernst genommen.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Es wird überhaupt nicht gejubelt, Sie scheinen da etwas hineinzulesen was gar nicht im Artikel steht. Es wird ja nur über Ideen ausgetauscht. Und doch, einige der Ideen von Hrn. Gunzinger werden durchaus von vielen vernünftigen Leuten ernst genommen.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Der Fleischkonsum in der Schweiz hat sich in den letzten 60 Jahren verdoppelt. Darunter leiden Gesundheit und Umwelt. Die Schweiz liegt deutlich über dem globalen Durchschnitt. Die Welternährungsorganisation FAO weist für die Schweiz einen Pro-Kopf-Konsum von 41 Kilo pro Jahr aus. Wir essen viel mehr Tierisches, als nötig und ­gesund wäre.Die Politik habe dann im Rahmen der Landwirtschaftspolitik begonnen, die Fleischproduktion massiv zu subventionieren, dass sollte rückgängig gemacht werden.
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    1. Antwort von Dominique Dörflinger (einmalig)
      Könnte ich, würde ich Ihnen 2^99 likes geben. Man muss ja nicht einmal so weit gehen, wie völlig vegan. Ein bewusster und nachhaltiger Konsum reicht bereits. Ein nur noch gelegentlicher Fleisch- und Molkekonsum hat zur Folge, dass die Tiere mehr Auslauf haben, Artgerecht gehalten werden, Jungtiere länger bei den Mutterkühen bleiben können. Für uns bedeutet es mehr Qualität, weniger Chemieeinsatz. Zusätzlich, isst man gelegentlich etwas Fleisch, bleibt es speziell und schmeckt umso besser. Winwin
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    2. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Wenn das stimmt, dann hat der Fleischkonsum real eigentlich nciht zugenommen, in den letzten 60 Jahren hat sich ja die Bevölkerung beinahe verdoppelt, oder?
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    3. Antwort von Denise Casagrande (begulide)
      A.Keller: Exzellent formuliert!
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