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Neu im Kino Papa bleibt Papa – auch als Frau

Im Familien-Drama «Lola Pater» trifft ein Sohn seinen Vater wieder. Der ist jetzt eine Frau, gespielt von Fanny Ardant.

Legende: Video Fanny Ardant in «Lola Pater» abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus Kultur vom 05.08.2017.

Als die Mutter des Parisers Zinedine (Tewfik Jallab) – «Zino» genannt – stirbt, macht dieser sich auf die Suche nach seinem Vater Farid Chekib. Der hat die Familie vor 25 Jahren verlassen, als Zino noch ein kleiner Junge war.

Weil seine Eltern sich nie haben scheiden lassen, sieht sich Zino nun gezwungen, Farid über den Tod seiner Frau zu informieren.

Lola statt Farid

Was Zino nicht weiss: Sein Vater hat sich vor Jahren einer Geschlechtsangleichung unterzogen. Als er an der vom Notar angegebenen Adresse ankommt, findet er keinen Farid, sondern eine Lola Chekib (Fanny Ardant) vor.

Zino ahnt nicht, dass er sich soeben zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert mit seinem Vater unterhalten hat. Er macht sich, nach einem unergiebigen Gespräch, auf den Weg zurück nach Paris.

Bevor er aufbricht, hinterlässt er Lola noch seine Visitenkarte. Sie solle sich bei ihm melden, wenn sie von Farid höre.

Fanny Ardant in Lola Pater.
Legende: Aus Farid wird Lola: Fanny Ardant in «Lola Pater». Adok Films

Klischeefreier Humor

Kurz darauf entschliesst sich Lola, nach Paris zu fahren. Sie will Zino die Wahrheit über sich erzählen. Mit der Art und Weise, wie sie dies anstellt, überrumpelt sie allerdings ihren Sohn. Er bricht die Begegnung irritiert ab und stürmt davon.

Was folgt, ist eine glaubwürdig inszenierte Annäherung der beiden – die beim Zuschauer die Frage aufwirft, inwiefern die Vaterrolle am Ende vom Geschlecht definiert wird.

Dass Filmemacher Nadir Moknèche in seiner ungewöhnlichen Vater-Sohn-Geschichte regelmässig humorvolle Momente einbaut, ohne dabei in die Klischee-Falle zu tappen, ist erfrischend.

Kinostart: 28.6.18

2 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Ich frage mich bei solchen Leuten dann immer: Wenn wir Meinungsfreiheit und Redefreiheit haben, darf man so etwas dann "krank" nennen? Und: Wenn ein Mann sich operieren lässt, warum sagen wir dann "sie" zu ihm anstatt er? Ist ja nur der Körper der modifiziert wurde.
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    1. Antwort von Michael Herrmann (mi.herrmann)
      Und ich frage mich bei solchen Kommentaren immer: Warum lies so jemand einen Artikel? Und: Warum muss dieser jemand dann auch noch kommentieren? Ich als absoluter Sportbanause lese grundsätzlich nichts über Sport und wenn würde ich mich nicht erfrechen darüber zu kommentieren weil ich schlicht keine Ahnung habe... Aber sie haben natürlich recht: wir haben Meinungsfreiheit und darum kann jeder seine Meinung äussern und darum kann auch jeder wünschen wie "er" oder "sie" genannt werden möchte;-)
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