«Planet der Affen: Prevolution»

Ein Forscher testet ein Serum gegen Alzheimer an einem Affenbaby, das dadurch zur Intelligenzbestie wird. Zum kräftigen Schimpansen herangewachsen zettelt Caesar im Affenhaus einen Aufstand an - und bedroht bald die gesamte Menschheit.

Ein Affe in Siegerpose.

Bildlegende: Die Affen greifen an SRF/Twentieth Century Fox Film Corporation

Will Rodman (James Franco) forscht nach einem Heilmittel gegen Alzheimer. Sein eigener Vater (John Lithgow) leidet an der heimtückischen Krankheit. Umso grösser ist Wills Verzweiflung, als sein Arbeitgeber das Forschungsprogramm einstellt, nachdem ein Versuchsaffe ausgerastet ist. Nicht die Substanz hat diesen Vorfall ausgelöst, wie der Forscher herausfindet, sondern der Beschützerinstinkt dieses Schimpansenweibchens, das schwanger war.

Aufstand der Affen

Der junge Wissenschaftler verletzt in der Folge gleich mehrere Vorschriften: Er nimmt das Affenbaby mit nach Hause und behandelt es weiterhin mit der Substanz. Unter der Obhut Wills und der ihm zugeneigten Tierärztin Caroline (Freida Pinto) wächst Caesar zu einem stattlichen Affenjüngling heran, der – eine willkommene Nebenwirkung des Serums - vor allem blitzgescheit ist. Das schliesst Probleme mit dem Pubertierenden nicht aus, weshalb Caesar nun doch in ein Affenhaus übersiedelt wird.

Unter seinen Artgenossen schwingt Caesar sich kraft seiner überlegenen Intelligenz zum Anführer auf – und zum Aufrührer: Der Schimpanse zettelt eine Revolte an. In Freiheit gelangt lässt Caesar es nicht beim Gefängnisausbruch bleiben. Die Affen erheben sich.

Gefahren der Genforschung

Schon einmal versuchte Hollywood, den «Planet der Affen»-Stoff wiederzubeleben, die von 1968 bis 1973 fünf Filme hervorbrachte. Mark Wahlbergs Reise zum selben Himmelskörper anno 2001 geriet jedoch trotz toller Masken zum Flop. Das Konzept für diesen neuerlichen «Reboot», wie die Branche solche Neuauflagen nennt, war 2011 komplett anders, schilderte es doch die Vorgeschichte zum bekannten Stoff. Nicht ein Atomkrieg ist nun der Auslöser der Machtübernahme durch den Verwandten des Menschen, sondern die Ängste vor den Gefahren der Genforschung dienen der Geschichte als Zündstoff sind es.

Entsorgt sind auch die Fellmasken; die Illusion superintelligenter Affen generierten Computer sowie der auf solche Rollen abonnierte Andy Serkis, der in den «The Lord of the Rings»-Filmen schon den Gollum eindrücklich zum Leben erweckte. «Blick am Abend» liess sich begeistern: «Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen – die PC-Primaten lassen die charmanten Kautschukmasken aus früheren Affenfilmen alt aussehen. Und beim Finale auf der Golden-Gate-Brücke in San Francisco bieten die toll animierten Tiere Action-Kino, wie es Stallone, Statham, Willis & Co. nicht besser könnten.»

Sendeplatz

Sonntag um 22:20 Uhr auf SRF zwei