«Köpek»

In der Millionenstadt Istanbul hoffen drei Menschen darauf, dass sich ihre Sehnsucht nach Liebe erfüllt. Doch ihre Hoffnungen scheitern an der Realität. Beim Schweizer Filmpreis 2016 wurde «Köpek» als Bester Film ausgezeichnet, und Beren Tuna erhielt den Preis als Beste Schauspielerin.

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Köpek

92 min, aus Film vom 23.3.2017

Ein ganz gewöhnlicher Tag in der Metropole Istanbul. Der zehnjährige Cemo (Oguzhan Sancar) verkauft Papiertaschentücher auf der Strasse und trägt so zum Lebensunterhalt seiner Familie bei. Er verehrt ein junges Mädchen aus einem besseren Quartier. Als er und sein Freund Mehmet einen kleinen hilflosen Welpen entdecken, hofft er, damit ihr Herz zu erobern - gegen den Willen seines brutalen Vaters.
Hayat (Beren Tuna) wird von ihrem ungeliebten Ehemann terrorisiert. Als ihr ehemaliger Verlobter aus dem Heimatdorf wieder Kontakt zu ihr aufnimmt, verabredet sie sich mit ihm zu einem heimlichen Treffen am Hafen. Für ein paar wenige Stunden scheint das Leben wieder neue Möglichkeiten für sie zu eröffnen. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer.

Authentisch und aufmerksam

Die transsexuelle Ebru (Cagla Akalin) muss sich prostituieren, um über die Runden zu kommen. Ihr Alltag ist geprägt von den Vorurteilen der patriarchalen Gesellschaft. Sie führt eine heimliche Beziehung mit einem gut situierten Apotheker, der sich aber nicht öffentlich zu ihr bekennen will.

Authentisch und mit einem aufmerksamen Blick für die Poesie des Alltags erzählt Esen Isik in ihrem episodisch erzählten Langfilmdebüt «Köpek» eine genauso zärtliche wie erschütternde Geschichte über die Liebe, den Tod und die türkische Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts. Dabei entwickelt die schweizerisch-türkische Filmemacherin mit kurdischen Wurzeln viel Empathie für ihre drei Hauptfiguren. Isik hat bereits für zwei ihrer Kurzfilme den Schweizer Filmpreis erhalten, «Köpek» wurde 2016 mit dem Hauptpreis als Bester Film ausgezeichnet, und Beren Tuna erhielt für ihre Darstellung der Hayat den Preis als Beste Schauspielerin.

Sendehinweis

Donnerstagnacht, 23. März 2017, um 23:50 Uhr auf SRF 1.