«Sin City: A Dame To Kill For» – brutal und ästhetisch

2005 begeisterte die Comicverfilmung «Sin City». Fast zehn Jahre mussten die Fans auf die Fortsetzung warten. Jetzt ist sie da. «Sin City: A Dame To Kill For» ist brutal, erotisch und wie sein Vorgänger ein visuelles Spektakel in Schwarz-Weiss. Die Dialoge sind knallhart und die Schurken Romantiker.

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Keine 3 Minuten: «Sin City: A Dame To Kill For»

1:24 min, vom 17.9.2014

«Sin City: A Dame To Kill For», das sind mehrere ineinander verschachtelte Geschichten. Im Mittelpunkt des Films steht die Geschichte um Dwight und dessen Ex Ava. Ava bittet Dwight, sie aus den Klauen ihres Ehemanns zu befreien. Dwight, der gerade erst über seine Ex hinweg ist, muss nun abwägen, ob es sich lohnt für diese Dame zu töten.

    • Eine Frau, gekleidet in einem durchsichtigen Negligé, schaut verführerisch und bedrohlich zugleich.

      Bildlegende: Das offizielle Sin-City-Plakat mit Eva Green, das in den USA zensiert wurde. ELITE

      Die Hauptdarstellerin

      Eine Hauptdarstellerin gibt es in «Sin City: A Dame To Kill For» eigentlich nicht. Trotzdem, eine Schauspielerin stellt alle anderen in den Schatten: Eva Green. Schon in «Casino Royale» begeisterte die Französin als Bond-Girl. In «Sin City: A Dame To Kill For» wickelt sie als Femme fatale jeden um den Finger. Im Film ist ihr Körper ihre Waffe – und den zeigt sie auch. Das sorgte in den USA für grosse Aufregung: Das offizielle Sin-City-Plakat, das Eva Green im durchsichtigen Negligé mit Pistole zeigt, wurde zensiert. Ihr Nippel musste verdeckt werden. Als Green im Interview darauf angesprochen wurde, musste sie nur lachen.

    • Ein grosser, grimmiger und muskulöser Mann sitzt auf einem Motorrad.

      Bildlegende: Millers populärste «Sin City»-Figur: Marv, gespielt von Mickey Rourke. ELITE

      Fakten, die man wissen sollte

      Die Vorlage für die «Sin City»-Filme sind die Comics von Zeichner und Autor Frank Miller. Millers populärste Figur ist Marv, im Film verkörpert von Mickey Rourke. Marv ist ein Held unkonventioneller Art: ein brutaler, unattraktiver und sensibler Muskelprotz. Miller nennt Marv das Ergebnis einer Vermischung seiner zwei grössten Einflüsse: dem Film Noir und mittelalterlichen Geschichten. In «Sin City: A Dame To Kill For» wird darauf angespielt als Dwight sagt: «Die meisten Leute denken, Marv ist verrückt. Er hatte nur das miese Glück im falschen Jahrhundert geboren zu sein.»

    • Eine Frau und ein Mann stehen vor einer Taverne. Ihnen droht etwas.

      Bildlegende: Ästhetisch und brutal: Nancy (Jessica Alba) und Marv (Mickey Rourke). ELITE

      Das stärkste Zitat

      Nancy und Marv schreiten aus der Kadie's Bar, der schmuddeligsten Taverne in Basin City. Auf der Strasse stellen sich ihnen drei schwerbewaffnete Typen in den Weg. «Sieht nach Ärger aus», sagt Nancy. «Sieht aus wie Weihnachten», meint Marv. Er geht unbewaffnet auf die Typen zu und überwältigt sie in wenigen Sekunden.

    • Eine Frau tanzt verführerisch und sexy.

      Bildlegende: Nancy (Jessica Alba) tanzt in «Sin City 2» noch mehr als im Film von 2005. ELITE

      Das Urteil

      «Sin City: A Dame To Kill For» hat die gleichen Zutaten wie der legendäre erste Teil aus dem Jahr 2005: brutale und gleichzeitig liebenswerte Comic-Helden, wunderschöne, sexy Power-Frauen und die verruchte, kaputte Welt von Sin City. Die Regisseure Frank Miller und Robert Rodriguez setzen auf Bewährtes: Beispiel Schauspielerin Jessica Alba. Im ersten Teil etablierte sie sich als strippende Traumfrau in den Männerköpfen, in der Fortsetzung tanzt sie viermal so viel an der Stange. Ganz klar, bei Sin City geht es um Ästhetik, um Schwarz-Weiss-Kontraste mit knalligen Farbtupfern. Damit begeistert der Neo-Noir-Film. So innovativ und überraschend wie 2005 ist er nicht, aber «Sin City: A Dame To Kill For» bleibt grosses Kino.