«Station Horizon»

Nach 25 Jahren kehrt Joris nach Horizonville zurück und wehrt sich mit seinem Bruder gegen den Ausverkauf der Heimat. Der Ex-Häftling, der einst im Streit gegangen war, muss sich seiner Vergangenheit stellen. Die bildgewaltige welsche Produktion «Station Horizon» jeweils montags auf SRF zwei.

Ein Mann auf seinem Motorrad.

Bildlegende: Bernard Yerlès als Joris Fragnière. SRF / Jump Cut Production 2015

Kaum aus dem Gefängnis begibt sich Joris Fragnière nach Horizonville, seinem Heimatdorf im Wallis. Dort steht die Tankstelle seines Vaters, der während seiner Gefängnisstrafe verstorben ist. Joris‘ Bruder Charly, der die Tankstelle seit Jahren betreibt, ist drauf und dran, diese an Joris‘ Erzfeind Raymond Héritier zu verkaufen. Raymond hat Grosses vor: Durch das Tal soll eine Autobahn gebaut werden und er will eine gigantische Raststätte errichten. Während Charlys Frau Suzy auf den Verkauf drängt und bereits von einem Haus am Genfersee träumt, setzt sich ihr eben zurückgekehrter Schwager dafür ein, die Tankstelle zu behalten.

Dämonen der Vergangenheit

Charly ist hin- und hergerissen zwischen seiner Frau und seinem Bruder. Joris wiederrum merkt rasch, dass seit seinem Weggang viel passiert ist. Seine Jugendliebe Nicole ist inzwischen mit Raymond verheiratet und hat mit ihm einen Sohn, Bernard, der die lokale Bar führt. Sie gibt Joris unmissverständlich zu verstehen, dass hier keiner auf ihn gewartet hat. Als Joris seiner Heimat bereits wieder den Rücken zukehren will, trifft er auf die bezaubernde Cheyenne und überlegt es sich anders. Damit sorgt er für Unruhe im Dorf, muss sich aber auch den Dämonen der Vergangenheit stellen.

Die Dramedy «Station Horizon» entstammt der Feder des Autoren- und Produzenten-Duos Pierre-Adrien Irlé und Romain Graf. Die beiden Genfer Filmemacher erzählen in acht Folgen die Geschichte eines Heimkehrers, der sein Walliser Heimatdorf gehörig auf den Kopf stellt. Doch dieses Dorf ist kein gewöhnliches: Seine Gemeinschaft hat sich dem vermeintlichen «american way of life» verschrieben. Die Dorfkneipe heisst «Route 66», statt Standardtänze wird hier Line Dance getanzt und wer nicht auf seiner Harley oder einem Firebird durch das Tal flitzt, galoppiert hoch zu Ross.

Bildgewaltige welsche Produktion

Das und das atemberaubend schöne Wallis (für die Kamera zeichnet Pietro Zürcher verantwortlich) sind aber nur die Kulisse für ein Drama um Zugehörigkeit, Ehrlichkeit und Liebe, das nicht mit humoristischen Momenten geizt. In den Hauptrollen sind die belgischen Schauspieler Bernard Yerlès und Alexandra Vandernoot sowie die Schweizer Roland Vouilloz («CROM»), Gaspard Boesch, Anna Pieri («Paul s’en va», «Break-Ups»), Marie Fontannaz und Baptiste Gilliéron («Break-Ups», «Pause») zu sehen.

SRF zwei zeigt die bildgewaltige welsche Produktion «Station Horizon» jeweils montags um 23.10 Uhr in Zweikanalton deutsch/französisch.

Sendeplatz

Montags um 23:10 Uhr auf SRF zwei