«Still Alice»-Regisseur Richard Glatzer ist tot

Der US-amerikanische Regisseur Richard Glatzer ist in Los Angeles 63-jährig gestorben. Der Filmemacher litt an der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Den Oscar-prämierten Film «Still Alice» drehte er in Ko-Regie mit seinem Ehemann Wash Westmoreland.

Ein Mann in schwarzem Anzug mit Brille, lächelnd zur Seite sehend.

Bildlegende: Sein letzter Film war der erfolgreichste: Filmemacher Richard Glatzer, November 2014. Reuters

Glatzer und sein langjähriger Partner Wash Westmoreland brachten mit «The Fluffer» 2001 ihren ersten gemeinsamen Film ins Kino. Mit «Quinceañera» (deutscher Titel: «Der 15. Geburtstag») über hispanische Teenager in Los Angeles gewannen sie mehrere Independent-Filmpreise. 2013 holten sie Kevin Kline und Susan Sarandon für «The Last Of Robin Hood» vor die Kamera.

Ein Oscar für die beste Hauptdarstellerin

Ihr neuester Film «Still Alice» wurde mit einem Oscar prämiert: Im vorigen Monat hat Julianne Moore für ihre Rolle als an Alzheimer erkrankte Linguistik-Professorin den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen.

An der Verleihung am 22. Februar 2015 lobte Moore Glatzers Mut: «Als er seine Diagnose erhalten hatte, fragte ihn sein Mann Wash, was er nun tun wolle. Wolle er noch reisen und die Welt sehen? Glatzer sagte, dass er Filme machen wolle. Und das hat er gemacht.»

Während der Dreharbeiten erkrankte Glatzer bereits an der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), an der auch der britische Physiker Stephen Hawkings leidet. Wie die Filmcrew berichtete, konnte er während der Dreharbeiten von «Still Alice» nur noch mit einem Finger sein iPad steuern und mit Hilfe einer speziellen Software den Schauspielern Anweisungen erteilen.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kultur-Nachrichten, 12.3.2015, 6:00 Uhr