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Film & Serien TV-Tipp des Tages: «Eine Weihnachtsgeschichte»

Nach «Der Polarexpress» und «Die Legende von Beowulf» hat sich Regisseur Robert Zemeckis Charles Dickens' berühmte «Weihnachtsgeschichte» vorgenommen und mit dem Performance-Capture-Verfahren den Trubel des vorweihnächtlichen London mit visueller Brillanz auf die Leinwand gebracht.

London im 19. Jahrhundert: Der hakennasige Geldwechsler Ebenezer Scrooge (Jim Carrey) ist ein verbitterter Geizkragen, der für seine bedürftigen Mitmenschen nur Geringschätzung übrig hat und das Weihnachtsfest für blosse Geld- und Zeitverschwendung hält. Seinem unterbezahlten Buchhalter Bob Cratchit (Gary Oldman) missgönnt er selbst an Weihnachten im eiskalten Kontor wärmende Kohle, und die nette Einladung seines Neffens Silas (Colin Firth) zum Fest schlägt er wie jedes Jahr entschieden aus. Stattdessen verbringt er den Heiligabend alleine in seinem riesigen Anwesen. Doch in dieser Nacht wird er vom Geist seines verstorbenen Kompagnons Jacob Marley (Gary Oldman) heimgesucht, der ihn vor einem schrecklichen Schicksal in Ketten warnt und ihm den Besuch von drei Geistern ankündigt.
 
 Der erste ist der Geist vergangener Weihnachten (Jim Carrey), der ihn mitnimmt auf eine Reise in seine Kindheit und Jugend. Doch die schönen Erinnerungen werden bald überschattet vom Geiz, dem der junge Scrooge mehr und mehr verfällt. Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht (Jim Carrey) zeigt ihm das einfache Weihnachtsfest der bedürftigen Familie von Cratchit mit ihrem kranken Knaben Tim (Gary Oldman). Der dritte Geist nimmt ihn schliesslich mit auf eine Höllenfahrt in die Zukunft, in dem er seinem eigenen Tod begegnet.

Über die Produktion

Regisseur Robert Zemeckis hat in den letzten Jahren mit «Der Polarexpress» und «Die Legende von Beowulf» die Animationstechnik der «Performance Capture» zur Perfektion getrieben. Mit dieser Technik werden real gedrehte Szenen nachträglich per CGI-Verfahren in Animationsfilm transferiert.

Die Schauspieler leihen also den Figuren nicht nur ihre Stimmen, sondern auch Mimik und Gestik. James Cameron hat das Verfahren auch für «Avatar» benutzt. Während Cameron in «Avatar» eine faszinierende Zukunftswelt schuf, führt Zemeckis sein Publikum mit rasenden Kamerasturzflügen direkt in den Trubel des weihnächtlichen London im 19. Jahrhundert. 

Wie schon in «Der Polarexpress», in dem Tom Hanks mehrere Rollen übernahm, spielen auch in «Eine Weihnachtsgeschichte» die Stars mehrere Figuren, allen voran Komiker und Schauspieler Jim Carrey, der nicht nur die Vorlage für den hageren Scrooge gab, sondern auch für alle drei Geister. Zemeckis schafft in seiner actionreichen Neuverfilmung von Charles Dickens berühmter, sozialkritischer Erzählung «A Christmas Carol» (1843) visuell brillante historische Szenen, aber auch furchterregende Geisterszenarien, die dem unbarmherzigen Geizkragen Scrooge einen Spiegel vorhalten sollen.

Sendeplatz

Heute um 20:00 Uhr auf SRF zwei