TV-Tipp des Tages: «Glückspilze - Von der Strasse in die Manege»

In Sankt Petersburg leben mehr als 10 000 Kinder auf der Strasse. Larissa, die Direktorin des Zirkus Upsala, nimmt Kinder aus schwierigen Verhältnissen in ihr Ensemble auf. Dort lernen die Kinder eine neue Welt kennen, müssen Verantwortung übernehmen, sich in eine Gemeinschaft einfügen.

Die kleine Danja mit weiss bemaltem Gesicht und rot geschminktem Mund.

Bildlegende: Danja als Clown im Zirkus Upsala. ALOCO/Verena Endtner

Das Glück ist nicht oft auf der Seite der Kinder. Falls die Eltern noch leben, sind sie meist drogenabhängig oder im Gefängnis. So flüchten viele Kinder auf die Strasse, weil es zu Hause unerträglich ist. Mischa, Danja und Igor haben Glück. Sie dürfen im Zirkus Upsala trainieren. Der Sprung in die Manege gibt ihnen neues Selbstvertrauen und Konstanz in ihrem Leben.

Durch eine Kombination von Zirkusarbeit und psychologischer Betreuung kommen die Kinder vom Elend der Strasse weg. Ziel ist die Reintegration, mit regulärem Schulbesuch und geordneter Wohnsituation. Für viele stellt der Zirkus eine Art Ersatzfamilie dar. Fangen Kinder wieder an zu träumen und entdecken neue Perspektiven, ist der erste Schritt zur Reintegration geschafft.

Eine geplante Tournee in die Schweiz lockt. Clownfrau Gardi Hutter besucht den Zirkus Upsala und gibt dort Trainingsstunden. Sie ist begeistert: «Das ist nicht einfach Kunst, das sind echte Überlebensstrategien». Der Film von Verena Endtner zeigt auf, dass mit Ausdauer und Willenskraft fast alles erreichbar ist.

Sendeplatz

Freitagnacht um 22:25 Uhr auf SRF 1