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«Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» – Zeitloses Kultmärchen
Aus Film vom 09.06.2021.
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Zum Tod von Libuše Šafránková Das ewige «Aschenbrödel» ist gestorben

Für viele blieb sie für immer das zauberhafte Mädchen aus dem Kultfilm «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel»: Nun ist die tschechische Schauspielerin Libuše Šafránková im Alter von 68 Jahren gestorben.

Weihnachten ist ohne sie fast nicht vorstellbar: das Aschenbrödel aus dem Defa-Film «Drei Nüsse für Aschenbrödel». Für Šafránková war die Rolle Fluch und Segen zugleich, denn die damals 20-Jährige war in ihren Rollen für lange Zeit auf Märchenfilme festgelegt. So spielte sie die Hauptrollen in «Die kleine Meerjungfrau» und «Der Prinz und der Abendstern».

Šafránková stand in fast 150 Kino- und Fernsehfilmen vor der Kamera. Stärker ausleben konnte sie ihr schauspielerisches Talent später auf der Theaterbühne des Prager Kammertheaters «Cinoherni klub» (Schauspielklub).

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Aschenbrödel-Darstellerin ist tot
Aus Gesichter & Geschichten vom 09.06.2021.
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In dem mit einem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichneten Drama «Kolya» von 1996 überzeugte sie in der Rolle der Sängerin Klara. Šafránková war mit dem Schauspielerkollegen Josef Abrham verheiratet, der unter anderem als Arzt in «Das Krankenhaus am Rande der Stadt» zu sehen war. Die beiden galten lange als das Traumpaar des tschechischen Fernsehens.

«Unglaublich talentierte Schauspielerin»

Tschechiens Präsident Milos Zeman zeigte sich über Šafránkovás Tod zutiefst berührt und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Regierungschef Andrej Babis schrieb bei Twitter, er habe Šafránková sehr geschätzt. «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» habe er vielleicht hundertmal gesehen. Ohne diesen Film könne er sich Weihnachten nicht vorstellen.

Als eine «unglaublich talentierte Schauspielerin» würdigte der Regisseur Zdenek Sverak («Kolya») die Verstorbene. «Sie hat uns berührt und sie hat uns zum Lachen gebracht.»

An Lungenkrebs erkrankt

Im Jahr 2014 erkrankte Šafránková an Lungenkrebs und musste sich einer schweren Operation unterziehen. An der Verleihung der tschechischen Verdienstmedaille im Herbst 2015 konnte sie nicht persönlich teilnehmen. «Mich hat die Auszeichnung sehr überrascht, denn ich habe das Gefühl, dass ich erst noch richtig etwas leisten sollte», sagte sie damals der Zeitung «Blesk». In den letzten Jahren zog sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und gab nur noch äusserst selten Interviews.

Šafránková wurde am 7. Juni 1953 in Brünn (Brno) in eine Lehrerfamilie geboren. Schon als Kind zog es sie zum Theater. Als 17-Jährige stand sie erstmals vor der Fernsehkamera und begeisterte mit ihrem Charme und ihrem Temperament. Starallüren waren ihr dennoch fremd.

Als junge Frau sei sie nach abendlichen Theateraufführungen mit dem Güterzug nach Hause gefahren, erinnerte sie sich einmal. «Die Züge haben bei uns in der Nähe immer abgebremst – und ich bin während der Fahrt abgesprungen.»

SRF 1, Gesichter&Geschichten, 9.6.2021, 18:40 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Heimberg  (tomfly)
    Ich bin 9 Jahre jünger als "Aschenbrödel", aber schon damals als Goof, als ich so 1973 oder 74 diesen Film zum ersten mal sah, sagte ich "die will ich einmal heiraten".
    Nun, daraus wurde nichts, aber ich schaue mir noch heute dieses Märchen alle Jahre wieder an und es wird mir nie langweilig dabei. Schon nur die Filmmusik ist ein Ohrwurm.
    RIP liebe Libuše Šafránková!
    1. Antwort von Franziska Beetschen  (Himbeeri)
      Ich bin bis heute etwas verliebt in den Prinz und wollte immer sein wie Aschenbrödel....

      Superberührend und Zeitlos!
  • Kommentar von Tom Steinemann  (Tom Steinemann)
    Das einzige Mädchen, in das Mann verliebt sein darf, ohne eine Ehekrise zu riskieren.
    1. Antwort von Koni Flütsch  (KOMANKO)
      So so? Da wünsche ich Ihnen doch glatt etwas mehr Mann zu sein ;-). Jeder Mann, welcher sich einredet, dass er dank seiner Ehe weniger darf, ist absolut selber schuld. Wer sich von anderen Menschen so sehr beeinflussen lässt, dass er selbst nicht mehr authentisch ist, genau so. Wacht auf ihr Menschen und seid euch selbst, auch in der Ehe.