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20 Jahre «Kultur Aktualität» Auch die Farbe des Nagellacks kann relevant sein

Im April 1998 ging «DRS2 aktuell» erstmals über den Sender, heute unter «Kultur Aktualität» bekannt. Was sich seither verändert hat – und was sich noch verändern wird.

Legende: Audio «20 Jahre DRS 2 aktuell»: Gespräch mit Peter Burri abspielen. Laufzeit 3:37 Minuten.
3:37 min, aus Kultur-Aktualität vom 06.04.2018.

Das Publikum solle erfahren, welche Ausstellungen und Aufführungen sehenswert seien. Welche Bücher man unbedingt gelesen haben müsse. Aber nicht nur: Thema könne ebenso die ultimative Farbe für die sommerlichen Fussnägel sein.

Das verkündete Peter Burri vor 20 Jahren im «Radiomagazin». Er war der erste und langjährige Redaktionsleiter von «DRS2 aktuell».

Sandra Leis

Sandra Leis

Redaktionsleiterin Radio Aktualität a.i.

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Kultur in Kürze und Gesellschaftsthemen

Ob die ultimative Farbe für die sommerlichen Fussnägel tatsächlich je verhandelt wurde, lässt sich heute nicht mehr eruieren. Das publizistische Credo der neuen Sendung aber war klar: aktuelle Kultur-Berichterstattung in Kürze.

Zudem: Gesellschaftsthemen, die durch die Maschen der tagesaktuellen Sendungen («Heute Morgen», «Rendez-vous» und «Echo der Zeit») fallen und auch nicht als Hintergrundthemen bei «Kontext» vorgesehen sind.

Mehr Bedürfnis am Wochenende

Zum ersten Mal ausgestrahlt wurde das Magazin «DRS2 aktuell» am 6. April 1998 von 12.15 bis 12.30 Uhr – unmittelbar vor dem «Rendez-vous».

Vier Jahre später entdeckten die Schweizer Medienhäuser das Wochenende: Verschiedene Forschungen zeigten, dass das Informationsbedürfnis des Publikums am Wochenende stetig zunimmt. Die Verlagshäuser bauten das Angebot der Sonntagszeitungen aus.

Radio DRS setzte das Unternehmensziel «Mehr Aktualität am Wochenende» um. Für den Kulturkanal hiess das: «DRS2 aktuell» gab es fortan auch samstags live moderiert.

Von DRS 2 zu SRF 2 Kultur

Was als viertelstündiges Magazin für Kultur und Gesellschaft begann, entwickelte sich zum knapp halbstündigen Magazin, vervollständigt mit Kulturnachrichten und Beiträgen aus Wissenschaft und Religion. Die grösste Veränderung erfuhr der Sender Ende 2012: Seither heisst er Radio SRF 2 Kultur, die journalistische Kurzform eroberte die Primetimes am Morgen und am Vorabend.

Seit Januar 2013 ist wochentags neben der Moderation immer eine Redaktorin oder ein Redaktor ab 5 Uhr früh im Studio Basel. Er oder sie checkt die Newslage, schreibt Nachrichten, redigiert Manuskripte für Live-Interviews und liest um 6 Uhr die ersten Kulturnachrichten.

Zum modernen Kulturradio umgebaut

Danach durchforstet er oder sie die Zeitungen und wählt einen Artikel aus, den es kurz vor 8 Uhr dem Publikum zu präsentieren gilt. Wort und klassische Musik ergänzen einander und begleiten das Publikum während der Morgenstunden.

Menschen stehen rund um einen Tisch.
Legende: Am Sitzungstisch im Newsroom: Ringen um die besten Themen. (Januar 2018) SRF/Werner Rolli

Zum modernen Kulturradio umgebaut wurde auch der Vorabend: Wortbeiträge in Kurzform und Kulturnachrichten informieren über das aktuelle Kulturgeschehen. Das Repertoire aus Jazz, World und Blues sorgt für den musikalischen Rahmen.

Ein Kompass im Kultur-Dschungel

Heute ist lineares Radiohören rückläufig: Es gibt Hörerinnen und Hörer, die hören SRF 2 Kultur zeitversetzt auf der App Play SRF, andere haben unseren täglichen Podcast «Kultur kompakt» abonniert mit dem Best-Of der Beiträge aus dem Morgen- und Vorabendprogramm.

Ob analog oder digital: Ziel der Macherinnen und Macher ist es immer, das Publikum zu erreichen und einen Kompass zu bieten im Dschungel aus Kultur und Gesellschaft.

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