Undankbare Schweizer

Was tun, wenn einen die Undankbarkeit der eigenen Landsleute dem Leben gegenüber nervt? Hüsnü antwortet mit Frauengeschichten, Fleischkügelchen und der Macht des Schicksals. Hören Sie.

Lieber Hüsnü, unser Land ist reich, schön und sicher, und trotzdem jammern immer alle. Warum ist das so? Sind wir Schweizer einfach undankbar oder gibt es bei uns wirklich so viele Dinge, die nicht gut laufen? Wie siehst du das? Helen, 42, Luzern.

Liebe Frau Helen, wann der Schweiz ist ein Frau, dann ist Miss Universum. Kann ich sagen, habich viele Länder gesehen (und paar Frauen), aber diese ist vom alle der beste. Ich weiss, denken Sie jetzt, der Hüsnü ist eine Macho, sagt er genau die gleiche zu alle Frauen. Und zu alle Länder. Jetzt der Schweiz ist die beste, morgen Deutschland, übermorgen Frankreich und übermorgenmorgen der Lituanya. Dabei ich weiss nicht, wo ist genau diese Lituanya.

Gut, muss ich sagen, habich viele Länder nur auf der Foto gesehen und drei oder vier Länder im richtige Leben. Ist wie im Partnerschafvermittlung, wo man kann anschauen viele schöne Foto vom Menschen, aber natürlich kann man nicht zu alle treffen. Im diese paar andere Länder, wo ich kenne persönlich, ich habe der Autohaus und der Möbelgeschäfte besucht. Sie wissen, mir gefellt, Auto schauen und später im Möbelhaus Rolltreppe fahren und Fleischkügel essen. Vom Frauen ich habe bisschen mehr gesehen als der Fleischkügel, aber weil binich Gentelmen, erzähle ich nicht.

Aber eine Sache erzähle ich. Wann du sagst zu eine Frau: «Du bist hessliche Person», dann der Frau wird total böse. Aber wann sie ist allein mit ihre Freundinne, sie sagt: «Oh, habich dicke Popo, ui habich gebügte Beine, und schau mal mein Beton-Haare!»

Warum macht sie so? Weil hat sie Angst, wann hört der Schicksal vom ihre Schönheit, dann kommt wegnehmen mit ein Krankheit oder so. Genau die gleiche machen die Menschen im Schweiz. Sie sprechen nicht vom schöne Berge, aber vom Kopfweh, schlechte Wetter und schlechte Konto, weil haben Angst, der Schicksall schickt eine Dieb oder paar Asylmenschen zum wegnehmen dem Wetter und fressen der Haus. Also der Schweizer sagt: «Uiuiui, hab ich Migrän, alles ist teuer, und habich nur ein alte Gurke im Kühlschrank». Dann der Asyl und der Dieb gehen zum Nachbar.

Schlecht reden vom eigene Leben ist Angst vom Schicksal. Der Hüsnü sagt nur gute Sache, und wann klopft der Schicksal am Tür, gehen beide zusammen zum Bier trinken.

Hüsnü hilft

Hüsnü Haydaroglu ist Kolumnist und Lebensberater. Der Mann mit Schnurrbart weiss in seinem eigenwilligen «Tiefdeutsch» eine Lösung für jede verzwickte Lage. Hüsnüs Kolumnen erscheinen regelmässig auf srf.ch/kultur.

Hüsnü Haydaroglu ist eine Kunstfigur von Güzin Kar, gelesen von Hilmi Sözer. Mit Ihren Fragen können Sie sich hier an Hüsnü wenden.

Güzin Kar

Güzin Kar

Die Drehbuchautorin und Filmregisseurin («Lieber Brad», «Die wilden Hühner», «Fliegende Fische», «Achtung, fertig, WK!» etc.) schreibt obendrein Kolumnen und Bücher. Sie mag: Chips, Charme und alles, was scharf ist. Sie mag nicht: Geiz, Besserwisserei und Witze auf Kosten von Schwachen. Güzin ist auf Facebook.