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DOK-Film Der Nazi, den sie Schlange nannten

Der DOK-Film «Die Spur der Schlange» zeigt neue Recherchen zu Friedrich Kadgien, einst einer der wichtigsten Finanzfachleute Hitlers.

Legende: Video Die Spur der Schlange abspielen. Laufzeit 45:10 Minuten.
Aus DOK vom 13.01.2016.

Er war der Hehler Hitlers: Friedrich Kadgien, Jurist mit Jahrgang 1907, war in der Vierjahresplan-Behörde von Reichsmarschall Hermann Göring zuständig für Devisenfragen und Zwangsarbeiter.

Zugriff auf geheime Nazi-Konten

Kadgiens wichtigste Aufgabe: Der Verkauf geraubter Aktien und Wertpapiere über Schweizer Tarnfirmen und Banken. Damit verschaffte er der nationalsozialistischen Kriegsmaschinerie Milliarden dringend benötigter Devisen.

Bereits im Frühjahr 1945 setzte sich Kadgien in die Schweiz ab, wo er Zugriff auf geheime Konten der Nazis hatte. Schätzungen gehen davon aus, dass sich das dort versteckte Vermögen bei Kriegsende auf einer bis drei Milliarden Franken belief.

Ein Nazi wird zum Biedermann

Der Film von Ingolf Gritschneder beleuchtet die weithin unbekannte «Geheime Reichssache Devisen» und enttarnt ihre Hintermänner. Sichtbar wird ein Netzwerk von Firmen und Banken, das Kadgien und seine Helfershelfer in der Schweiz errichteten und das offenbar auch nach dem Krieg noch bestens funktionierte.

Die Dokumentation zeigt auch, wie aus dem Hehler Hitlers binnen weniger Jahre ein unbescholtener Geschäftsmann wurde. Ein Biedermann, der in Südamerika lukrative Geschäfte betrieb – mitten unter seinen einstigen Opfern – und beste Kontakte in sein Heimatland unterhielt.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Meyer (ThomasMeyer)
    Ein spannender DOK Film! Was mich allerdings ziemlich missglückt dünkt, ist der Umstand, dass als ‚Aufmacherbild‘ der junge Lucas Kadgien mit seinen in Fraktur geschriebenen Tattoos herhalten muss. Das Bild suggeriert so etwas völlig gegenteiliges, als das was der Mann dann im Film zur Konfrontation mit seiner Familiengeschichte sagt. Sofern es während der Dreharbeiten doch andere Aussagen gegeben hatte, wäre es nötig diese zu thematisieren. Schade.
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