«Blick in die Feuilletons»: Afrikanische Kunst und Hollywood-Diva

Frauen waren in der afrikanischen Kunstszene lange nicht oder ungern gesehen. In der NZZ geht es um das Rollenbild der afrikanischen Künstlerinnen und die Entwicklung vom Kunsthandwerk zur Kunst. Der Tages-Anzeiger zeigt Aufstieg und Skandale der Hollywood-Diva Lindsay Lohan.

Portrait-Wand, auf der afrikanische Künstler abgebildet sind.

Bildlegende: Die von Männern dominierte afrikanische Kunstszene zeigt auch der afrikanische Pavillon auf der Biennale 2007. Keystone

Die NZZ zeigt auf der Frontseite ein Bild mit einer lebensgrossen Puppe. Sie trägt ein wallendes, königsblaues Kleid mit weisser Schürze. Links von ihr ist ein grosses rotes Knäuel zu sehen. Die Puppe hält Fäden des Knäuels in ihren Händen, die zu ihrer Rechten Teil einer Stickerei sind. Dieses Kunstwerk stammt von einer afrikanischen Künstlerin. In der NZZ von heute liest man, Frauen seien in Afrika lange Zeit in der Kunst praktisch nicht präsent gewesen.

Koloniale Emanzipation

Bis in die achtziger Jahre traten afrikanische Frauen in der Kunst allenfalls durch dekoratives Kunsthandwerk in Erscheinung. Doch es gebe, so die NZZ, eine mutige, provokative Generation von jungen afrikanischen Kunstschaffenden, die sich seit den neunziger Jahren hervortut. Es handelt sich dabei vor allem um eine Kunstszene, die sich von kolonialen und patriarchalen Strukturen emanzipiert. Eine Gruppe von Künstlerinnen, die sich gegen Stereotype auflehnt: Provokativ Rollenklischees werden ironisiert, wie auch unter anderem das Verhältnis zwischen weissen Arbeitgeberinnen und schwarzen Hausmädchen aufgezeigt.

«Little Miss Chaos» titelt der Tages-Anzeiger

Mit «Miss Chaos» ist die älteste der jungen Diven aus Hollywood gemeint: Das ist Lindsay Lohan, auch kurz LiLo genannt. Der Tages-Anzeiger zeichnet Aufstieg und Fall der heute 26jährigen nach. Die Sängerin und Schauspielerin war früher ein Kinderstar in Disney Filmen, doch mittlerweile steht nicht ihr schauspielerisches oder musikalisches Können im Rampenlicht, sondern ihre Eskapaden und ihr chaotisches Leben. Schön sei sie zwar noch immer, zu viel Alkohol und Skandale machen sie aber zur Gejagten und Belachten der Paparazzi. Der Artikel im Tages-Anzeiger geht dem Wandel des Ruhms der jungen Frau nach und wie sie alles Mögliche versucht, um wieder Fuss zu fassen und zurück in ihre alte Karriere zu finden.