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Kunst Die Kunst von HR Giger prägt bis heute den Science-Fiction-Film

Der Schweizer Künstler und Oscarpreisträger HR Giger ist 74-jährig gestorben. Als Szenen- und Kostümbildner prägte er mit seinem Stil bekannte Filme wie «Alien» und «Species». Seine phantastischen Albtraumwelten beeinflussten das Science-Fiction Genre – und werden es auch in Zukunft noch tun.

«The Scariest movie ever made», der «grusligste Film, der je gemacht wurde» – so wurde «Alien» von Ridley Scott 1979 beworben. Dass er so gruslig war, das lag vor allem an ihm und seinen düsteren Phantasien: HR Giger. Der Schweizer Künstler, schuf nicht nur den Look des Films, sondern auch die Figur des Alien, ein Monster, irgendetwas zwischen einem Tyrannosaurus Rex und einem Teufel mit langgezogenem Kopf, fürchterlichem Gebiss und langen Krallen.

Wegbereiter für die Science Fiction

HR Gigers Ausstattung für den Film war wegbereitend für die Science Fiction, seine Alptraumwelten, immer eine Mischung aus Organischen und mechanischen Formen wurden ikonographisch und oft zitiert, kopiert und weiter entwickelt. Und sie brachten ihm, dem Schweizer, 1980 einen Oscar für die beste Filmausstattung.

HR Giger war aber mehr als nur der Schöpfer des Alien. Als Sohn eines Apothekers wurde Hansruedi Giger 1940 in Chur geboren. Er studierte in Zürich Architektur und Industriedesign und etablierte sich mit dem Design von Büromöbeln als Innenarchitekt.

Als Künstler gestaltete er daneben Statuen und entwickelte langsam den Stil, für den er heute berühmt ist: ein düsterer Surrealismus, der die Verschmelzung von Organischem und Mechanischem feiert. HR Giger prägte für seine Figuren den Begriff «Biomechanoide».

«Alien» brachte die Fangemeinde

Spätestens mit dem Film «Alien» 1980 hatte sich HR Giger eine grosse Fangemeinde geschaffen: er gestaltete Bilder, Skulpturen und auch Möbel – in Chur wurde 1992 eine Giger-Bar eröffnet, wo man in einer düsteren Bio-Mechanischen-Gigerschen Welt, auf Giger-Möbeln sitzen kann: ein Hochgenuss für seine Fans.

Um seine Kunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, kaufte HR Giger das Schloss St. Germain in Greyerz und richtete dort mit seiner privaten Sammlung das Museum HR Giger ein.

Von der Kunstwelt nie wirklich anerkannt

So auffällig seine Kunstwerke waren, so zurückgezogen lebte der Schweizer Künstler, der ein bisschen darunter litt, dass er als Schweizer Künstler nie wirklich von der Kunstwelt anerkannt wurde.

In der Filmwelt jedoch hinterlässt HR Giger eine grosse Lücke: seine phantastischen Alptraumwelten haben das Kino geprägt und der Schweiz immerhin einen Oscarpreisträger beschert – und sein Alien wird noch Generationen von Science Fiction-Filmern prägen.

HR Giger - der Magier

In Gedenken an HR Giger zeigt SRF in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um 00:05 Uhr das Film-Portrait «HR Giger – Magier der phantastischen Kunst» auf SRF 1 oder hier online.

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