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«Arena für einen Baum»
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 27.04.2021.
abspielen. Laufzeit 03:17 Minuten.
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Littmann-Kunst in Basel Dieser Baum soll unseren Blick für den Klimaschutz schärfen

In Klagenfurt war es noch ein ganzer Wald, in Basel muss ein einzelner Baum reichen: Klaus Littmann lädt auf dem Münsterplatz zur «künstlerischen Naturbetrachtung» ein.

Wie ein riesiger Weidenkorb sieht das Gebilde aus, das auf den Basler Münsterplatz steht. Mittendrin ragt ein rund acht Meter hoher Baum in die Höhe: der «Star» der Installation «Arena für einen Baum».

Die Idee stammt vom Basler Kunstunternehmer Klaus Littmann, der sich weit über die Grenzen seiner Heimatstadt als Organisator für Kunstinterventionen im öffentlichen Raum einen Namen gemacht hat.

Legende: Durch die Arena soll der Baum und die Natur allgemein anders wahrgenommen werden – das erhofft sich Klaus Littmann mit seinem Projekt. Photo: Gerhard Maurer

Zuletzt hatte er mit dem spektakulären Projekt «For Forest – die ungebrochene Anziehungskraft der Natur» für Aufmerksamkeit gesorgt. Littmann hatte 2019 das Fussballstadion im österreichischen Klagenfurt in eine Arena für einen Wald mit 299 Bäumen verwandelt.

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Wie eine Sportarena den Wald zum Kunsterlebnis macht
Aus Kulturplatz vom 11.09.2019.
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Den Baum ernst nehmen

Bei der Intervention in Basel, die von der Kulturstiftung Basel KBH.G getragen wird, ist ein Baum quasi als künstlerisches Readymade übrig geblieben.

Gegenüber SRF sagt Klaus Littmann: «Ich will, dass den Menschen wieder bewusster wird, wie sie zur Natur stehen. Die Besucher sollen sich Gedanken machen, wie wir mit dem Baum, dem Wald und der Natur umgehen.» Durch die Intervention solle sich das Publikum also überlegen, welche Konsequenzen im Alltag entstehen, wenn man die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel wirklich ernst nehme.

Legende: Die Tribüne, die den Baum umgibt, sei den Jahresringen nachempfunden, die «im Inneren des Stamms die allmähliche Entfaltung jedes Baumes archivieren», heisst es im Projektbeschrieb. Foto: Kulturstiftung Basel H. Geiger

Baum der Zukunft?

Die Holzarena hebt den «Stellvertreter des Waldes», so Littmann, zum kontemplativen Kunstwerk an. Der Baum selber, es handelt sich um einen kaukasischen Eisenholzbaum, ist aber mehr als das.

Im urbanen Raum könne es ein Baum der Zukunft sein, sagte der an der Intervention beteiligte Basler Landschaftsarchitekt Enzo Enea. Anders als viele traditionelle heimischen Arten halte der Eisenholzbaum der Klimaerwärmung gut stand.

Der Baum wird als Geschenk in Basel bleiben. Die Stadt wird ihm in einem Park eine definitive Bleibe bieten, während die Arena mit neuen Bäumen an weitere Orte ziehen wird.

Infos zur «Arena für einen Baum»

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Die jeweils von 11 bis 20 Uhr begehbare «Arena für einen Baum» ist Teil einer Ausstellung, welche die Kulturstiftung Basel KBH.G am 11. Mai 2021 in ihrem Stammhaus an der Basler Spitalstrasse eröffnen wird. Dort soll dann laut Vorankündigung mit rund 75 Werken von 45 Künstlerinnen und Künstlern aus dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart die «Vielfalt der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Natur» präsentiert werden.

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SRF 1, Regionaljournal Basel, 27.04.2021, 17:30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Keller  (keller536)
    Nachdenken, sich bewusst werden, überlegen ist immer gut. Aber handeln wäre besser!
  • Kommentar von Katharina Studer  (gino)
    Freue mich! Ich gehe regelmässig zum Münsterplatz, auf die Pfalz. Ein magisch schöner Ort in Basel!
    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Und, Frau Studer, hat Ihnen dieser Baum etwas mitgeteilt, irgend etwas ausgelöst, was man als Erfolg für die Natur verbuchen könnte?
    2. Antwort von Katharina Studer  (gino)
      Beppie Hermann, ich verstehe Ihre Frage nicht! Ich achte die Natur. Ich achte Wald und alles was mit Natur zu tun hat! Ich bin in Basel geboren und aufgewachsen. Ich lebe nun seit Jahren in der Natur. Rund um Wald und Natur! Es löst immer etwas aus in mir. Ich achte meine Natur. Ich liebe meine Natur.
  • Kommentar von Katharina Studer  (gino)
    Schön!