US-Künstler entblössen Donald Trump

Donald Trump legt sich mit allen an. Auch mit Künstlern. Diese lassen sich von dessen Positionen inspirieren und reagieren mit provokanter Kunst. Acht Beispiele.

    • 1.
      «Der Kaiser hat keine Eier» (18.08.2016)
      Diese lebensgrosse Statue Trumps tauchte in fünf Städten gleichzeitig auf – zur Freude der Passanten, die sich mit ihr fotografieren liessen. Geschaffen wurden die Figuren von Aktivisten des Anarchisten-Kollektivs Indecline. Der Titel: «Der Kaiser hat keine Eier» – in Anlehnung an das Märchen «des Kaisers neue Kleider.»
      Statue eines nackten Mannes, zwei Männer machen Selfies mit ihr.

      Bildlegende: Diese Skulptur von Trump tauchte gleich in fünf Städten gleichzeitig auf. Reuters

    • 2.
      Nackt gegen Trump (17.07.2016)
      Dieses Foto aus Cleaveland wurde einen Tag vor der Nominierung des republikanischen Kandidaten Donald Trump aufgenommen. Es soll eine Botschaft «für Frauen und Minderheiten» und «gegen die respektlose und hasserfüllte Rhetorik» sein, für die Trump steht. Trump gebe den USA das Gefühl, dass Hass o.k. sei, so der Fotograf Spencer Tunick. Er fotografiert seit Anfang der 1990er-Jahre nackte Menschen, um seine Botschaften zu vermitteln. In der Schweiz fotografierte er für Greenpeace Menschen auf dem Aletschgletscher.
      Nackte Frauen mit runden Spiegeln in der Hand, die sie über ihre Köpfe halten.

      Bildlegende: Spencer Tunicks kritische Botschaft an Trumps Werte. Spencer Tunick

    • 3.
      Scheisse! (26.08.2016)
      Der anonyme New Yorker Künstler Hanksy (der Name ist eine Zusammensetzung aus Banksy und Tom Hanks) veröffentlichte ein Foto seines Graffitis auf seinem Instagram-Account mit den Worten: «What a piece of shit.» Hanksy parodierte Trump bereits, indem er den Präsidentschaftskandidaten mit Sombrero darstellte. Hanksy ist bekannt für Collagen, in denen er Werke des Künstlers Banksy mit Porträtfotos von Tom Hanks kombiniert.
      Trump-Darstellung als Kothaufen an einer Hauswand.

      Bildlegende: Subtil ist Hanksys Botschaft nicht: Von Trump hält er recht wenig. Hanksy

    • 4.
      Gegen Song-Diebstahl (24.07.2016)
      In der Vergangenheit haben viele Politiker Musik für ihre Wahlkampfveranstaltungen genutzt ohne die Künstler zu fragen. So auch Trump. In der Sendung «Last Week tonight» mit John Oliver präsentierten nun Grössen wie Usher, Sheryl Crow, Cyndi Lauper einen Song, in dem sie klar gegen diesen Missbrauch ansingen.
      Eine Frau und ein Mann stehen singend vor einer Schultafel.

      Bildlegende: Keine Musik für Donald Trumps Wahlkampf: Usher, Sheryl Crow, Cyndi Lauper, Michael Bolton, u.a. wehren sich mit einem... HBO

    • 5.
      Blutiger Trump (September 2015)
      Ein Porträt aus Menstruationsblut: Die amerikanisch Künstlerin Sarah Levy bezieht damit Stellung gegen Trumps Kommentare zu illegalen Einwanderern aus Mexico.
      Der Titel «Whatever» ist eine Anspielung auf einen Kommentar Trumps, in dem er andeutete, dass die amerikanische Starmoderatorin Megyn Kelly ihn angreife, weil sie ihre Menstruationsblutungen habe.
      Männergesicht mit roter Farbe gemalt.

      Bildlegende: Sarah Levy malte Donald Trump im Bild «Whatever» (2015) mit ihrem Menstruationsblut. Sarah Levy

    • 6.
      Die Mauer muss her (20.07.2016)
      Trump fordert, an der Grenze zu Mexico eine Mauer errichten zu lassen. Als Gegenreaktion baute der Strassenkünstler Plastic Jesus eine Mauer um Trumps Stern auf dem Walk of Fame.
      Kleine Mauer mit Stacheldrahtzaun um einen Stern im Trottoir.

      Bildlegende: Der Künstler Plastic Jesus soll die Mauer um den Stern von Donald Trump auf dem Walk of Fame platziert haben. Getty Images

    • 7.
      Gegen Trump anrollen (14.01.2016)
      Die Künstler David Gleeson und Mary Mihelic haben einen ausrangierten Kampagnenbus von Donald Trump umgestaltet. Er fährt nun mit dem Slogan «T.Rump – make fruit punch great again» durchs Land. Auf den ersten Blick ist der neue Name kaum erkennbar, so kommen auch viele Anhänger Trumps zum Bus, in der Hoffnung auf Trump zu treffen. Die Künstler wollen so eine Plattform für einen Austausch schaffen.
      Ein Bus mit der Aufschrift T. Rump.

      Bildlegende: Ein rollendes Anti-Trump Kunstwerk: der Bus T.Rump t.Rutt (dahinter stehen die Künstler David Gleeson und Mary Mihelic). David Gleeson und Mary Mihelic

    • 8.
      Kleiner Penis, grosse Wirkung (Februar 2016)
      Die australische Künstlerin Illma Gore erhielt zahlreiche Morddrohungen wegen dieser Aktzeichnung von Donald Trump. Das Bild stellt für Kritiker eine Diffamierung von Donald Trumps Körper dar. Der kleine Penis wurde zum Streitpunkt. Das Bild verbreitete sich rasend in den sozialen Medien. Amerikanische Galerien zögerten das Bild auszustellen – aus Sicherheitsgründen.
      Nackter Mann mit Bauch und kleinem Glied.

      Bildlegende: Die Künstlerin Illma Gore porträtierte Trump wenig schmeichelhaft und ernetete nicht nur Lob dafür. Illma Gore

Sendung: SRF 2 Kultur, Kultur kompakt, 18.8.2016, 6:50 Uhr.