Buchpreis-Finale ohne Schweizer

Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht fest: Kein Schweizer Autor ist mehr in der Schlussauswahl. Auf der Longlist waren noch vier Namen dabei – darunter Urs Widmer und Jonas Lüscher.

Personen an der Buchmesse vor einer grossen Wand mit Screens mit Büchern darauf.

Bildlegende: Wer gewinnt am 7. Oktober den Deutschen Buchpreis in Frankfurt? – Aufnahme der letztjährigen Buchmesse. Keystone

Sechs Autoren sind für das Finale um den Deutschen Buchpreis nominiert. Dies vorweg: Von den vier Schweizer Autoren in der Vorselektion – der Longlist – ist keiner mehr dabei. Nominiert waren unter insgesamt 20 Schriftstellerinnen und Schriftstellern die Schweizer Autoren Urs Widmer, Ralph Dutli, Jonas Lüscher und Jens Steiner.

Die Jury wählte nun folgende Autorinnen und Autoren auf die Shortlist: Mirko Bonné («Nie mehr Nacht»), Reinhard Jirgl («Nichts von euch auf Erden»), Clemens Meyer («Im Stein»), Terézia Mora («Das Ungeheuer»), Marion Poschmann («Die Sonnenposition») und Monika Zeiner («Die Ordnung der Sterne über Como»).

Spannungsreicher denn je

«Auf der Shortlist stehen extrem unterschiedliche Schreibweisen nebeneinander und zeigen so die Vielfalt der gegenwärtigen literarischen Möglichkeiten: lyrische Bilderwelten, grosse Weltentwürfe, psychologisch genau ausdifferenzierte Figurenkonstellationen», sagte der Kritiker Helmut Böttiger, Sprecher der siebenköpfigen Jury. Der deutschsprachige Gegenwartsroman zeige sich spannungsreicher denn je.

Nicht mehr in der engeren Auswahl sind auch prominente Namen wie Daniel Kehlmann («F») und Altmeister Uwe Timm («Vogelweide»), wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Der Sieger des Buchpreises steht am 7. Oktober zu Beginn der Frankfurter Buchmesse fest. Die Preissumme für die beste literarische Neuerscheinung des Jahres beträgt 37‘500 Euro. Insgesamt sichtete die Jury in den vergangenen fünf Monaten 201 neue Romane.