Durch welches Buch kamen Sie zum Lesen, Herr Bichsel?

Wer als Erwachsener viel liest, hat die Literatur oft schon in Jugendjahren für sich entdeckt. Welche Bücher von damals blieben haften? Welche haben neue Welten erschlossen, neue Literaturhorizonte eröffnet? Eine Umfrage unter Autoren und Besucherinnen an den Solothurner Literaturtagen.

Von den Besuchern der Solothurner Literaturtage wollten wir wissen: «Welches Buch aus Ihrer Jugend hat Ihre Lesebiografie geprägt?» Irgendwie klar, dass «Winnetou» dabei ist. Und auch «Die Schatzinsel» oder Peter Bichsels «Kindergeschichten» erstaunen nicht. Aber Borchert? Und ein 25-bändiges Lexikon?

So vielfältig die Antworten ausfielen, eines scheint sicher: Was man in jungen Jahren liest, wirkt sich auf die spätere Lesebiografie aus. Selbst dann, wenn man seine Lesegewohnheiten über Bord werfen muss – wie etwa Lukas Bärfuss. Oder, wie das Solothurner Urgestein Peter Bichsel, ganz vieles liest als Bub – nur eines nicht: Kinderbücher.