Ein Hörspiel auf drei Mundarten – ein Dialekterlebnis

Die Schweiz und Deutschland pflegen ihre Dialekte, doch selten sind sie nebeneinander zu hören. Ein und das selbe Hörspiel, in drei verschiedenen Mundarten gesprochen, zeigt, wie sehr sich Sprache auch auf den Charakter auswirken kann – auf Alemannisch, Plattdeutsch und Züritütsch.

Bus auf einer Strasse zwischen Bergen.

Bildlegende: Der Busfahrer kommt in den drei Dialekten sehr unterschiedlich an seine Grenzen. Keystone/Bildmontage

Für die Hörspiele hat Autor Hugo Rendler einen authentisch und präzis gebauten Monolog geschrieben – über einen Busfahrer, der an seine Grenze kommt. Denn ein durchgetaktetes Leben nach Fahrplan, das geht immer nur bis zu einem gewissen Punkt. Danach beginnt eine neue Zeitrechnung. Oder eine Fahrt ins Blaue. Allerdings nur, wenn auch das Herz mitmacht.

Die daraus entstandenen Stücke benutzen nicht einfach nur den Dialekt. Es sind Hörspiele, die Mundart pflegen, reflektieren und zum Klingen bringen. Und die versuchen, die jeweilige Mentalität – und ihre Unterschiedlichkeit – transparent zu machen.

Ein kurzes Hörerlebnis vorab

So klingt die gleiche Szene auf in alemanischer Mundart, auf Niederdeutsch und auf Schweizerdeutsch.

Eine Szene, drei Versionen

Sendehinweis

  • «Abgfahre», Radio SRF 1:
    Freitag, 10.4.2015, 20 Uhr
    Montag, 27.4.2015, 14 Uhr