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Literatur Literaturclub Plus: Bewusstseinsstrom?

Als Stefan Zweifel in der Pubertät «Ulysses» las, tauchte er in einen «Bewusstseinsstrom» ein. Auch Julian Schütt, Elke Heidenreich, Rüdriger Safranski hatten in der Pubertät ihre eigenen Erfahrungen mit dem schwer zugänglichen Werk. Bewusstseinsstrom oder nicht? Im Literaturclub Plus.

Legende: Video Literaturclub Plus: Bewusstseinsstrom? abspielen. Laufzeit 07:46 Minuten.
Aus Kultur vom 13.05.2014.

«Ulysses» von James Joyce gilt als bahnbrechendes Werk der Avantgarde, und gleichzeitig als eines der am schwersten zugänglichen Bücher überhaupt. Zumindest angelesen haben es aber die meisten. Auch unsere Kritiker liessen sich in jungen Jahren verführen von Joyce‘ «Bewusstseinsstrom, in den man eintaucht und alles ins eigene Leben übersetzt.» So Stefan Zweifel über seine erste Leseerfahrung in der Pubertät. Julian Schütt hat mit 15 Jahren ein Zitat von Joyce an eine Kellerwand gekritzelt. Und auch Elke Heidenreich war in ihrer Jugend begeistert von der «Kraft dieses Werkes, vielleicht auch, weil man nicht alles versteht. Später versteht man, was gemeint ist, aber die Kraft ist nicht mehr da.» Rüdiger Safranski erinnert sich, dass an der Uni das Werk als absolutes Nonplusultra angepriesen wurde. Doch bei ihm war da «erst Mal nix, dann kommt mal das und mal das, aber bei mir kam kein Bewusstseinsstrom.»

Ob Bewusstseinsstrom oder nicht, im aktuellen Literaturclub diskutieren die Kritiker unter anderem das neue Buch von Reto Hänny, der mit «Blooms Schatten» eine Art Remix von Ulysses in einem Satz vorlegt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Vogt, Basel
    Mit Erstaunen und Unverständnis habe ich gelesen, dass Stefan Zweifel "abgesetzt" werden soll/wurde. Wie kommt es, dass ein engagierter Moderator, der seine eigenen Ansichten präsentiert und vertritt auch gegen den Mainstream einfach entlassen werden soll. Stefan Zweifel einen Platz in der Runde anzubieten ist Unsinn, denn hat nicht gerade diese Konstellation (ehemalige Moderatorin in der Runde) zu den aktuellen Spannungen geführt? Ich wünsche den Verantwortlichen Mut und Einsicht.
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  • Kommentar von Karin Unkrig, München
    Ob dieser Bewusstseinsstrom letztlich auch Stefan Zweifel aus dem Club gespült hat?Die Anmerkungen zu den Übersetzungen werde ich vermissen, ebenso wie die Relativierungen durch seinen Filius ("Lies doch noch den Mogli!"). Sollte es ein neues Konzept geben, so wünschte ich weiterhin einen Gesprächscharakter sowie statt Kritikrunden zu Neuerscheinungen auch mal Diskussionen zu qualitativ hochwertiger "älterer" Literatur. Ansonsten: weiter so!
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    1. Antwort von Arne Szymanski, Winterthur
      Schade um Stefan Zweifel! Für mich hätte Elke Heidenreich gehen müssen, oder besser gar nicht erst dabei sein dürfen. Sie ist Zweifel und Safranski intellektuell nicht gewachsen und nervt durch ihre Rechthaberei. Für mich ist sie das Problem und ihr Verbleib in der Runde kann nicht zu dessen Lösung beitragen. Ich hoffe, Sie stellen den Anspruch auf Qualitätsfernsehen vor das Schielen nach der Quote und holen Stefan Zweifel zurück. Im Zweifel für Zweifel!
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    2. Antwort von C. Klein, Wiesbaden
      Ich werde Stefan Zweifel auch sehr vermissen, und hätte dafür lieber auf Elke Heidenreich verzichtet. Sie poltert einfach zu gerne herum, und das passt für mich nicht zum Literaturclub. Das ist ja schließlich nicht das Literarische Quartett.. Ich hoffe sehr, dass der Literaturclub eine intelligente Gesprächsrunde bleibt, und nicht wieder auf "modern" getrimmt wird.
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    3. Antwort von Konrad Wohnlich, Frauenfeld
      Im Duktus von Reich-Ranicki: Schafft mir diese Heidenreich vom Bildschirm!
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