Was ist wahr an «Schneeweisschen und Rosenrot»?

«Erzähle mir doch kein Märchen!» Wer diesen Satz hört, fühlt sich als Lügner. Dabei steckt viel Wahres im Fantastischen. Anhand des Märchens «Schneeweisschen und Rosenrot» begeben sich sechs Kinder auf Wahrheitssuche. Eine Junge stellte fest: «Meine Urgrossmutter ist manchmal wie der böse Zwerg».

Erinnern Sie sich noch an Schneeweisschen und Rosenrot? Genau: Das sind die zwei braven Schwestern, die von einem Schutzengel behütet im Wald aufwachsen. Eines Winters sucht Abend für Abend ein Bär bei ihnen Obdach, und die Kinder fassen Zutrauen. Im Frühjahr zieht der zottelige Freund weiter, weil er seine Schätze vor den Zwergen beschützen muss. Im Wald treffen die Mädchen dreimal auf einen Zwerg. Er ist undankbar, hinterhältig und böse. Beim vierten Mal taucht plötzlich der Bär auf – und erschlägt den Zwerg. Als die Mädchen «ihren» Bären erkennen, verwandelt der sich in einen Prinzen.

Nun, was denken die Kinder von heute vom alten Grimm-Märchen? Was ist wahr daran? Was ist für sie interessant am Leben der beiden braven Mädchen, das so anders ist als ihres? Wir haben sechs Kinder zwischen 8 und 10 Jahren einer Zürcher Privatschule für hochbegabte Kinder (Talenta) gefragt. Das Ergebnis sind überraschende Assoziationen.

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