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Schweizer Buchpreis Das Bild der Mutter prägte Ruth Schweikerts erste Worte

Wir haben Ruth Schweikert gefragt, was der erste Satz ihres Romans «Wie wir älter werden» zu bedeuten hat – und warum sie ihn so genau so und nicht anders verfasst hat.

Legende: Video «Wie wir älter werden»: Der erste Satz abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Aus Kultur vom 26.10.2015.

«Friederike sass, wie fast immer in letzter Zeit, mit dem Rücken zum grossen Wohnzimmerfenster, das auf den Balkon ging; ihre schmal gewordene Gestalt beinahe reglos, dabei erstaunlich aufrecht; die Beine hatte sie waagrecht ausgestreckt, und die Füsse in dicke braune Wollsocken verpackt, auf einen zweiten Stuhl gebettet, so dass Ober- und Unterkörper einen rechten Winkel bildeten; wie die Zeiger einer Uhr, dachte Jacques einmal mehr, die stehengeblieben war auf Viertel nach zwölf.»

Ihren Familien-Roman über Zeit und Liebe eröffnet Ruth Schweikert mit einem Mammut-Satz – und einem sehr persönlichen Bild: jenes ihrer verstorbenen Mutter, die sich scheinbar schon zu Lebzeiten von der Welt verabschiedet hatte.

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