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Literatur Sprenger der Gattungs-Grenzen: Büchner-Preis für Jürgen Becker

Der Büchner-Preis ist nicht die erste Auszeichnung, die der deutsche Lyriker und Prosa-Autor erhält. Mit dem wichtigsten deutschen Literaturpreis hat der 81-Jährige dennoch nicht gerechnet: «Wenn er jetzt im Alter kommt, dann kann man sagen, dass es sich gelohnt hat, so alt zu werden.»

Jürgen Becker
Legende: Jürgen Becker wird mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Wikimedia/Hpschaefer

Der Schriftsteller Jürgen Becker wird mit dem Georg-Büchner-Preis 2014 ausgezeichnet.

Becker wurde 1932 in Köln geboren. Bevor er freier Schriftsteller wurde, arbeitete er unter anderem beim WDR und bei den Verlagen Rowohlt und Suhrkamp. Durch seine ersten Veröffentlichungen, den beiden Prosa-Bänden «Felder» und «Ränder», fiel er als Autor experimenteller Texte auf. Später trat er vor allem mit seinen lyrischen Texten in Erscheinung. Zudem war er Autor mehrerer Hörspiele.

Über Gattungsgrenzen hinweg

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung schreibt in der Begründung: «Jürgen Becker ist eine massgebliche Stimme der zeitgenössischen Poesie, sein Werk hat die deutschsprachige Dichtung über Generationen entscheidend geprägt. In seinem über Jahrzehnte gewachsenen Werk hat er die Gattungsgrenzen von Lyrik und Prosa beharrlich neu vermessen und verändert».

Auch der deutsche Literaturkritiker Hajo Steinert bezeichnet Jürgen Becker als aussergewöhnlichen Schriftsteller: «Er sperrte sich gegen das plumpe, lineare Erzählen, wie es andere deutsche Literaten seiner Generation um die Gruppe 47 getan haben. Und seither schreibt er eine Prosa, die sehr lyrisch ist. Eine Lyrik, die sehr prosaisch ist. Und durch diesen Autor geht auch der Riss der West-Ost-Deutschen-Vergangenheit».

Für Becker ist die Auszeichnung völlig unerwartet gekommen: «Ich habe weder damit gerechnet, noch darauf gewartet. Insofern war die Nachricht für mich überraschend», sagt er. «Ich weiss, dass dieser Preis ein sehr wichtiger Preis ist. Wenn er jetzt im Alter kommt, dann kann man sagen, dass es sich gelohnt hat, so alt zu werden», sagt der 81-Jährige. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis wird voraussichtlich am 25. Oktober 2014 in Darmstadt verliehen.

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