Vier Schweizer für den Deutschen Buchpreis nominiert

20 Autoren haben die Chance, im Oktober mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet zu werden. Auf der Longlist mit den ausgewählten Schriftstellerinnen und Schriftstellern befinden sich gleich vier Schweizer: Urs Widmer, Ralph Dutli, Jonas Lüscher und Jens Steiner.

Urs Widmer vor einem Fenster.

Bildlegende: Urs Widmer ist mit seiner Autobiopgraphie «Reise an den Rand des Universums» für den Deutschen Buchpreis nominiert. Keystone

Die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz des Kritikers Helmut Böttiger hat 20 Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgewählt, die nun im Wettbewerb um den Deutschen Buchpreis konkurrieren. Unter ihnen befinden sich auch vier Schweizer.

Widmer, Dutli, Lüscher und Steiner

Urs Widmer wurde für seine romanhafte Autobiographie «Reise an den Rand des Universums» ausgewählt. Ebenfalls nominiert ist Ralph Dutli für seinen Roman «Soutines letzte Fahrt» über das Leben des weissrussisch-jüdischen Malers Chaim Soutine. Jonas Lüscher geht mit seinem Erstling, der Novelle «Frühling der Barbaren» ins Rennen, der Zürcher Jens Steiner mit der Familiengeschichte «Carambole».

Neben Widmer finden sich auf der Longlist auch weitere bekannte Namen: Auch Uwe Timm, Reinhard Jirgl, Daniel Kehlmann und Terézia Mora befinden sich unter den Nominierten.

Preisverleihung im Oktober

Am 11. September wird die Liste dann auf sechs Namen gekürzt. Aus dieser Shortlist wird am 7. Oktober, dem Vorabend der Frankfurter Buchmesse, der Sieger bestimmt. Im Vorjahr wurde die Berliner Autorin Ursula Krechel für ihren Nachkriegsroman «Landgericht» ausgezeichnet.

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben. Einen Schweizer Gewinner gab es bislang erst einmal: 2010 wurde die Zürcherin Melinda Nadj Abondji für ihren Roman «Tauben fliegen auf» ausgezeichnet.