Wer sind die Intellektuellen der «Suhrkamp-Kultur»?

Der Suhrkamp Verlag hat mit seinen regenbogenfarbigen Bänden jahrzehntelang das intellektuelle Klima in Deutschland geprägt. Autoren wie Bertolt Brecht, Hermann Hesse, Martin Walser fanden dort ihre geistige Heimat. Heute gehören Namen wie Sybille Lewitscharoff oder Uwe Tellkamp zum Programm.

Die Galerie der Suhrkamp-Autoren ist kaum zu überschauen: Peter Suhrkamp und Siegfried Unseld versammelten von 1952-1959 große Namen wie Theodor W. Adorno oder Hans Magnus Enzensberger. Nach dem Tod des Verlagsgründers Peter Suhrkamp holte Nachfolger Unseld in den 60er Jahren dann alle ins Haus, die im Geistesleben Rang und Namen hatten: Von Marcel Proust und Samuel Beckett, bis hin zu Judith Butler und Peter Sloterdijk.

Der Begriff der «Suhrkamp-Kultur»

Da der Suhrkamp-Verlag in diesem goldenen Zeitalter einen Grossteil der renommiertesten Dichter und Denker vereinte und als Spiegel des intellektuellen Lebens in Deutschland galt, prägte der Literaturwissenschaftler und Suhrkamp-Autor George Steiner den Begriff der «Suhrkamp-Kultur», der bis heute vom Verlag aufgegriffen wird.