Aus alt mach hip: Bruckners 4. Sinfonie neu gemixt

Das Prinzip des Remix ist in der Klassik angekommen – das zeigt der Remix-Wettbewerb «Romantic Revolution». Dafür spielte das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin 20 Ausschnitte des Finales von Anton Bruckners 4. Sinfonie ein. Musiker weltweit interpretierten diese neu. Das sind die Gewinnerstücke.

Collage aus Bildern von Anton Bruckner, ein Mann mit ernster Mine und kurzem Haar.

Bildlegende: Die 4. Sinfonie in Es-Dur mit dem Beinamen «Die Romantische» ist neben der 7. die wohl beliebteste Sinfonie Bruckners. Wikimedia / Bildmontage

«Remixen ist wie Legospielen – mit ein und denselben Bausteinen kann ich ein Flugzeug oder ein Schiff bauen», sagt François Larini. Er ist der Gewinner des Remix-Wettbewerbs, der 2016 zum zweiten Mal stattfand. Die Bausteine für den Remix stellte das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) zur Verfügung. Insgesamt 20 Ausschnitte aus dem Finale der 4. Sinfonie Anton Bruckners (1824–1896) spielten die Musiker für den Wettbewerb ein. Diese standen anschliessend zum Download bereit. Musiker weltweit waren eingeladen, daraus neue Versionen zu kreieren.

Die Stärken herausarbeiten

Dieses Legospiel tut den alten Werken aus der Klassik gut. Denn: Ein Remix verfolge ein kommerzielles Ziel, sagt Jurypräsident und DJ Henrik Schwarz. Ein Werk, das es schon gäbe, könne dadurch eine höhere Aufmerksamkeit erzeugen – «indem man es jemandem in die Hände gibt, der das Original anders betrachtet und der die Stärken anders herausarbeitet». Jeder der ausgezeichneten Remixe hat eine andere Kombination aus den 20 Passagen verarbeitet und damit auch ganz unterschiedliche Stärken in Bruckners Werk erkannt.

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