Einigung bei Elbphilharmonie - Hochtief baut weiter

Seit eineinhalb Jahren ruhen die Arbeiten an der Hamburger Elbphilharmonie, einer der grössten deutschen Kulturbaustellen. Die Bauherren kostete der Stillstand jeden Tag 100'000 Euro. Jetzt könnte es endlich weitergehen: Am Freitag einigten sich alle Beteiligten auf einen neuen Vertrag.

Seit Jahren streiten sich die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief um Kostenexplosionen und Zeitverzögerungen bei dem Prestigeprojekt. Sollte die Elbphilharmonie ersten Schätzungen zufolge den Steuerzahler 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein, liegen die Kosten mittlerweile bei mindestens 575 Millionen Euro, die Eröffnung wurde auf 2017 verschoben.

Hochtief übernimmt Risiken

Bereits Mitte Dezember hatten die Stadt Hamburg, der Baukonzern Hochtief und die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron vereinbart, das Projekt auf neue Füsse zu stellen. Hochtief hatte angeboten, das Konzerthaus für 198 Millionen Euro Mehrkosten mit Herzog & de Meuron bis 2016 zu Ende zu bauen und sämtliche Risiken zu übernehmen - die Stadt Hamburg will sich aus dem Projekt fast vollständig zurückziehen.

Die aktuelle Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass Hochtief bis zum 30. Juni 2016 den Konzertbereich der Elbphilharmonie an die Stadt übergibt und die Gesamtabnahme bis zum 30. Oktober 2016 garantiert. Zudem übernimmt Hochtief sämtliche Planungs- und Baurisiken.


Elphilharmonie Hamburg und kein Ende

5:18 min, aus Kultur kompakt vom 01.03.2013

Positive Stimmen aus Hamburg

Der Baukonzern Hochtief hat die Vereinbarung mit der Stadt Hamburg zum gemeinsamen Weiterbau der Elbphilharmonie positiv bewertet. «Der neue Vertrag löst die strukturellen Probleme des Projekts. Wir übernehmen mehr Verantwortung und können uns jetzt auf unsere Arbeit konzentrieren», sagte Hochtief-Sprecher Bernd Pütter am Freitag.