Gedenkkonzert für Claudio Abbado – Abschied und Aufbruch

Mit dem Tod von Claudio Abbado verlor das «Lucerne Festival Orchestra» sein Herz. Nun gedenken die Musikerinnen und Musiker ihres Freundes und Orchestergründers. Das Gedenkkonzert ist Abschied und Aufbruch zugleich. Erstmals leitet mit Andris Nelsons ein «fremder» Dirigent das Orchester.

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Musiker-Stimmen vor dem Gedenkkonzert für Claudio Abbado

2:50 min, vom 6.4.2014

Letztes Jahr am Sommerfestival in Luzern dirigerte Claudio Abbado sein allerletztes Konzert. Beteiligte Musiker sprechen von einem unvergesslichen, innigen Moment. Eines der Werke damals war Franz Schuberts «Unvollendete».

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Trompeter Reinhold Friedrich gedenkt Abbado

1:08 min, vom 6.4.2014

Im Andenken an Claudio Abbado lässt das Lucerne Festival Orchestra dieses Werk nun nochmals erklingen. Es spielt ohne Dirigenten, doch ganz im Geiste des Maestros.

Premiere für Andris Nelsons

Dann gibt Dirigent Andris Nelsons seine mit Spannung erwartete Premiere mit dem Orchester, das er als Ersatz für Abbado in diesem Jahr leiten wird. Der aus Lettland stammende Nelsons gilt als Überflieger.

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Porträt von Andris Nelsons

3:45 min, vom 5.4.2014

Erst 35-jährig hat der designierte Musikdirektor des «Boston Symphony Orchestra» bereits mit fast allen grossen Orchestern dieser Welt zusammengearbeitet. Er begeistert Publikum und Kritik durch seine mitreissende, energiegeladene Art des Dirigierens.

Andris Nelsons traut man die schwierige Aufgabe zu, in der Nachfolge Abbados auch die Musikerinnen und Musiker des LFO mitreissen zu können. Eine anspruchsvolle Aufgabe, umso mehr wenn der Terminkalender der beteiligten Musiker/innen nur eine einzige Probe zulässt.

Sendung zu diesem Artikel

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Abbados Lücke beim Lucerne Festival bleibt

    Aus Tagesschau vom 7.4.2014

    Zum ersten Mal seit dem Tod von Gründer Claudio Abbado hat das Orchester des Lucerne Festivals wieder vor Publikum gespielt – ohne Dirigent! Abbados Platz blieb bei Schuberts «Die Unvollendete» leer.