Nobs machte Montreux zum Mekka für Stars

Claude Nobs begründete das Jazz-Festival Montreux und brachte die Schweiz damit auf die Landkarte der internationalen Musikszene. Er förderte den Nachwuchs, erfüllte den Stars die ausgefallensten Wünsche und beherbergte die Musiker in seinem Haus.

Claude Nobs brachte über Jahrzehnte hinweg Musikstars und Jazzlegenden in die Schweiz. Es präsentierte sich in Montreux alles, was in der Musikszene Rang und Namen hatte.

Dazu gehörten zum Beispiel Miles Davis, Quincy Jones, Ray Charles, Prince, David Bowie, Bob Dylan, Gilberto Gil, Oscar Peterson, Nina Simone, Herbie Hancock oder Lang Lang. Aus der Schweiz waren unter anderen dabei: Philipp Fankhauser, Sophie Hunger, Bastian Baker und Andreas Vollenweider.

Die WG der Stars am Genfersee

Claude Nobs renovierte ein Haus aus dem 18. Jahrhundert mit Sicht auf den Genfersee. Das Chalet richtete er mit antiken Möbeln und wertvollen Objekten, 15 Juke-Boxen, Miniatureisenbahnen, Musikinstrumenten und den neuesten elektronischen Geräten ein.

Diese Villa teilte er mit allen, von Superstars bis zu Unbekannten. Seine Tatkraft und seine Gastfreundschaft stellte er dem Festival zur Verfügung.

Gekrönt und gefeiert

Nobs Talente wurden weit über Musikerkreise hinaus geschätzt. Er war Ehren-Doktor der ETH Lausanne, «Mann des Jahres» 2007 bei der Musik-Messe Midem in Cannes, Kommandant des «Ordre Français  des Arts et des Lettres» und Ehrenbürger von Atlanta, New Orleans und seiner Heimatstadt Montreux.

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