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Kulturgeschichten aus dem Netz Hinklicker der Woche: reden, schweigen, verstummen

Ein Komiker sinniert, ein Obdachloser twittert, eine Künstlerin verstummt: Das sind die besten Kulturgeschichten der Woche.

Eine blonde junge Frau vor einem Blauen Hintergrund. Sie hat die Augen geschlossen.
Legende: «In vielen Situationen ist es am Besten, den Mund zu halten», schreibt ein «Zeit»-Autor. Getty Images

Diskutiert, debattiert und sinniert wurde diese Woche auf unseren Seiten im Netz. Verständlich, warfen wir doch auch grosse Fragen in den Social-Media-Raum: Darf man erfolgreich sein auf Kosten anderer? Sind Menschen mehr wert als Tiere?

Unsere #filosofix-Gedankenexperimente kommentiert unter anderem Stefan Büsser. Er stellt fest: «Heutzutage wird Egoismus gefeiert – in der Politik und in der Kultur.»

Ein obdachloser Influencer? Das gibt es. Der Schweizer Christian Page bezeichnet sich als «Obdachloser 2.0» und twittert über das harte Leben auf der Strasse – damit die Stimme der Randständigen wieder in die Mitte der Gesellschaft rückt.

Die iranische Regierung blockierte diese Woche den Zugriff auf die Messenger-App Telegram. , Link öffnet in einem neuen FensterStill wird die Bevölkerung damit nicht. Neun Fragen und Antworten zur Sperre der wichtigsten Kommunikations-App in Iran.

Alles nicht der Rede wert. Zeit-Autor Jakob Simmank ermutigt jeden, hin und wieder die Klappe zu halten. Mit guten Gründen. Sie sparen Zeit und Energie. Darum: Hüllen Sie sich gerne mal genüsslich in Schweigen.

Laut geht für Natasha Ruf auch geräuschlos. Sie ist seit Geburt gehörlos. Hören kann sie trotzdem – mit den Augen. Eine Graffitiwand etwa kann für sie richtig laut sein. Das Porträt einer sympathischen jungen Frau, deren Blick zu 100 Prozent geschärft ist.

Verstummt ist diese Woche eine grosse Schweizer Künstlerin. Noch vor drei Jahren sagte Lilly Keller in diesem Interview: «Ich kann gar nicht ruhen. Arbeiten gibt mir einen Rhythmus, mit dem ich sehr zufrieden bin.» Nun ist der Kampf der kompromisslosen Künstlerin zu Ende. Doch ihr Werk wirkt nach.

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